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Kurzbiografie Joseph-Maurice Ravel wurde 1875 in Ciboure im französischen Baskenland geboren und wuchs in Paris auf. Er studierte von 1889 bis 1905 am Pariser Conservatoire, wo er Klavier, Harmonielehre und Komposition lernte. Ravel war ein perfektionistischer Komponist, der verhältnismäßig wenige, aber hochgradig durchgearbeitete Werke schuf. Er lebte zeitlebens unverheiratet und zurückgezogen, litt ab den späten 1920er Jahren an einer degenerativen Gehirnerkrankung und starb 1937 in Paris.
Musikhistorische Einordnung Ravel gehört zu den bedeutendsten Komponisten des französischen Impressionismus und der frühen Moderne. Seine Musik zeichnet sich durch raffinierte Orchestration, präzise Klangfarben und eine Synthese aus französischer Tradition mit Einflüssen aus spanischer Volksmusik und Jazz aus. Er gilt als einer der größten Meister der Orchestration des 20. Jahrhunderts und prägte maßgeblich die moderne französische Musik.
Persönliche Bezüge Gabriel Fauré war sein Kompositionslehrer am Pariser Conservatoire. Claude Debussy war ein Zeitgenosse und stilistischer Wegbereiter, mit dem er oft verglichen wurde. Manuel de Falla war ein befreundeter Komponist, der seinen Hang zur spanischen Folklore teilte.
Wichtige Werke
Pavane pour une infante défunte – Klavierwerk (1899)
Jeux d'eau – Klavierwerk (1901)
Quatuor à cordes en fa majeur – Streichquartett (1903)
Miroirs – Klavierzyklus (1905)
Rapsodie espagnole – Orchesterwerk (1907)
Gaspard de la nuit – Klavierzyklus (1908)
Daphnis et Chloé – Ballett (1912)
Le Tombeau de Couperin – Klavierzyklus (1917)
La Valse – Orchesterwerk (1920)
Boléro – Orchesterwerk (1928)