Ravels „La Valse" entstand 1920 als grandiose Apotheose und zugleich Totentanz der Wiener Walzertradition. Das Werk vereint die raffinierten Orchestrationskünste des französischen Impressionismus mit einer zunehmend expressionistischen Dramatik, die weit über bloße Stilnachahmung hinausgeht. In seiner visionären Klangsprache transformiert Ravel den eleganten Drei-Viertel-Takt in ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen nostalgischer Verklärung und apokalyptischer Zerstörung.
Die Partitur offenbart Ravels Meisterschaft in der Orchesterbehandlung: Aus zarten, nebelhaften Anfängen entwickelt sich ein immer berauschenderer Taumel, der schließlich in orgiastische Klangmassen mündet. Typisch für den Komponisten sind die schillernden Harmonien und die virtuose Behandlung des großen Orchesterapparats, die „La Valse" zu einem der effektvollsten Konzertwerke des frühen 20. Jahrhunderts machen.
Das „Poème chorégraphique" soll ursprünglich als Ballett für Sergei Diaghilews Ballets Russes konzipiert gewesen sein, doch die düstere Wendung des Werks machte es als Tanzstück problematisch. So etablierte sich „La Valse" als reine Orchesterdichtung, die das Ende einer Epoche musikalisch besiegelt.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-5106.00 | Partitur / Full score Durand, Paris, 1921 | € 49,80 | |
| BO-5106.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Durand, Paris, 1921 | € 80,00 | |
| BO-5106.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Durand, Paris, 1921 | € 200,00 | |
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| BO-5106.21 | Extra Str. Vl.1 | € 7,50 | |
| BO-5106.22 | Extra Str. Vl.2 | € 7,50 | |
| BO-5106.23 | Extra Str. Va. | € 7,50 | |
| BO-5106.24 | Extra Str. Vc. | € 7,50 | |
| BO-5106.25 | Extra Str. Bass | € 7,50 | |