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Kat. #BO-5106  ·  B-NOTE
RAVEL, Joseph-Maurice

La Valse

Poème choréographique für Orchester
Opus
M.72
Entstehung
1920
Dauer
ca. 14:30 min
Erstverlag
Durand, Paris, 1921
Orchesterbesetzung
3.3.3.2+1/4.3.3.1,timp,5 perc,2hp,str
Orchester
Großes Orchester

Ravels „La Valse" entstand 1920 als grandiose Apotheose und zugleich Totentanz der Wiener Walzertradition. Das Werk vereint die raffinierten Orchestrationskünste des französischen Impressionismus mit einer zunehmend expressionistischen Dramatik, die weit über bloße Stilnachahmung hinausgeht. In seiner visionären Klangsprache transformiert Ravel den eleganten Drei-Viertel-Takt in ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen nostalgischer Verklärung und apokalyptischer Zerstörung.

Die Partitur offenbart Ravels Meisterschaft in der Orchesterbehandlung: Aus zarten, nebelhaften Anfängen entwickelt sich ein immer berauschenderer Taumel, der schließlich in orgiastische Klangmassen mündet. Typisch für den Komponisten sind die schillernden Harmonien und die virtuose Behandlung des großen Orchesterapparats, die „La Valse" zu einem der effektvollsten Konzertwerke des frühen 20. Jahrhunderts machen.

Das „Poème chorégraphique" soll ursprünglich als Ballett für Sergei Diaghilews Ballets Russes konzipiert gewesen sein, doch die düstere Wendung des Werks machte es als Tanzstück problematisch. So etablierte sich „La Valse" als reine Orchesterdichtung, die das Ende einer Epoche musikalisch besiegelt.

„Ich sehe einen großen Ballsaal des Zweiten Kaiserreichs; allmählich werden die kreisenden Paare deutlicher. Die Szene wird heller: Das Licht der Kronleuchter flammt auf beim Fortissimo. Ein Kaiserwalzer um 1855.“
— Ravel in einem Brief an Jacques Durand, 1919
„La Valse ist eine Art Apotheose des Wiener Walzers, mit der ich eine fantastische und verhängnisvolle Wirbelbewegung verknüpft habe.“
— Ravel in einem Interview mit M.D. Calvocoressi, 1931
Datum
12. Dezember 1920
Ort
Paris, Concerts Lamoureux
Dirigent
Camille Chevillard
Orchester
Orchestre Lamoureux
Das Werk entstand ursprünglich als Ballettauftrag für Sergei Diaghilev und die Ballets Russes, wurde aber von Diaghilev abgelehnt, da es seiner Ansicht nach kein Ballett, sondern ein Porträt eines Balletts sei. Ravel widmete das Werk schließlich Misia Sert, einer einflussreichen Pariser Salonnière und Mäzenin der Künste.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5106.00Partitur / Full score
Durand, Paris, 1921
€ 49,80
BO-5106.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
Durand, Paris, 1921
€ 80,00
BO-5106.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Durand, Paris, 1921
€ 200,00
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