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Kat. #BO-5085  ·  B-NOTE
RAVEL, Joseph-Maurice

Klavierkonzert

Opus
M.83
Tonart
G-Dur
Entstehung
1931
Dauer
ca. 21:00 min
Erstverlag
Durand, Paris, 1932
Orchesterbesetzung
2.2.2.2/2.1.1.0,timp,2 perc,hp,str,pf solo
Orchester
Großes Orchester
Solist
Klavier

Ravels Klavierkonzert in G-Dur entstand 1931 als eines der letzten großen Werke des französischen Meisters und gilt als Höhepunkt seines konzertanten Schaffens. Die Komposition vereint auf brillante Weise die impressionistische Klangsprache der französischen Moderne mit jazzig-synkopierten Rhythmen und neoklassizistischen Elementen. Ravel schuf hier ein Werk von kristalliner Klarheit und raffinierter Orchestrierung, das seine unverwechselbare Handschrift trägt.

Der Komponist entwickelte eine Musiksprache, die zwischen kammermusikalischer Intimität und orchestraler Brillanz changiert. Typisch für Ravels späte Schaffensperiode sind die präzise gesetzten Farbtupfer der Orchesterinstrumente und die elegante Verschmelzung von französischer Finesse mit Einflüssen des amerikanischen Jazz. Das Klavier wird dabei nicht als dominierender Solist behandelt, sondern als gleichberechtigter Partner im orchestralen Gefüge.

Als Vertreter der französischen Moderne stand Ravel zwischen den Epochen und schuf mit diesem Konzert ein Werk, das sowohl die romantische Konzert-Tradition respektiert als auch neue klangliche Wege beschreitet. Die Komposition soll zu seinen persönlichsten Äußerungen gehören und spiegelt seine Meisterschaft in der Verbindung von technischer Perfektion mit poetischer Ausdruckskraft wider.

„Ich habe ein Konzert für Klavier geschrieben... In gewisser Weise ist dieses Werk außergewöhnlich - ich meine, dass es in dem Sinn geschrieben ist, dass es nicht 'für' das Klavier geschrieben ist. Ich glaube, dass ein Konzert geschrieben werden kann und sollte, das heiter und glänzend ist, ohne notwendigerweise oberflächlich zu sein.“
— Interview mit Ravel, zitiert in M.D. Calvocoressi: 'Musicians Gallery', 1933
„Ravel wollte ein Werk im Geiste Mozarts schreiben, inspiriert von den Konzerten Mozarts und Saint-Saëns'. Das Konzert ist nicht dazu da, um Kämpfe zwischen dem Orchester und dem Solisten zu inszenieren, sondern um sie zu vereinen.“
— Roland-Manuel: 'Maurice Ravel et son œuvre', 1938
Datum
14. Januar 1932
Ort
Paris, Salle Pleyel
Dirigent
Pierre Monteux
Orchester
Orchestre Symphonique de Paris
Ravel spielte selbst den Solopart bei der Uraufführung. Das Konzert entstand nach einer Amerika-Tournee Ravels 1928 und zeigt deutliche Jazz-Einflüsse. Es war eines der letzten großen Werke des Komponisten vor seinem gesundheitlichen Niedergang.

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5085.00Partitur / Full score
Durand, Paris, 1932
€ 26,80
BO-5085.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
Durand, Paris, 1932
€ 69,00
BO-5085.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Durand, Paris, 1932
€ 159,00
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