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Kat. #BO-5087  ·  B-NOTE
RAVEL, Joseph-Maurice

Pavane pour une infante défunte

Opus
M.19
Tonart
G-Dur
Entstehung
1899
Dauer
ca. 7:00 min
Erstverlag
E. Demets, Paris, 1910
Orchesterbesetzung
2.1.2.2/2.0.0.0,hp,str
Orchester
Kammerorchester

Die 1899 komponierte „Pavane pour une infante défunte" gehört zu den frühesten und zugleich populärsten Werken Maurice Ravels. Ursprünglich für Klavier entstanden, zeigt sie bereits jene melodische Eleganz und harmonische Raffinesse, die Ravels späteren Stil prägen sollten. Der Komponist selbst soll später kritisch über das Jugendwerk geurteilt haben, konnte jedoch seinen anhaltenden Erfolg nicht leugnen.

Ravel schuf mit dieser Pavane ein Werk von melancholischer Schönheit, das die französische Tradition der Salonmusik mit impressionistischen Klangfarben verbindet. Die noble Melancholie und der tänzerische Charakter der alten Pavane verschmelzen zu einem Stimmungsbild von zeitloser Wirkung. Die Orchesterfassung von 1910 verstärkt durch subtile Instrumentierung die nostalgische Atmosphäre des Stücks.

Als Vertreter der französischen Moderne steht Ravel hier noch deutlich unter dem Einfluss seiner romantischen Vorgänger, während sich gleichzeitig bereits seine Vorliebe für historische Tanzformen andeutet. Das Werk gilt als charakteristisches Beispiel für jenen französischen Impressionismus, der Emotion durch Klangfarbe und atmosphärische Dichte vermittelt.

„Dieses Werk ist weit entfernt von dem, was es ausdrücken soll. Es ist keineswegs eine Pavane für eine verstorbene Infantin, sondern eine Pavane, die eine kleine Prinzessin hätte tanzen können.“
— Ravel, Interview mit M.D. Calvocoressi, 1931
„Ich bedaure den Titel nicht. Er ist klar genug. Es handelt sich nicht um eine Pavane für eine tote Infantin, sondern um eine Pavane, wie sie eine kleine Prinzessin hätte tanzen können.“
— Roland-Manuel, Maurice Ravel (1938)
Datum
25. Dezember 1910
Ort
Paris, Salle Gaveau
Dirigent
Rhené-Baton
Orchester
Orchestre des Concerts Pasdeloup
Das Werk wurde ursprünglich 1899 für Klavier solo komponiert und erst 1910 vom Komponisten selbst orchestriert. Ravel äußerte sich später kritisch über den sentimentalen Titel und betonte, dass es sich um eine reine Übung im Stil einer Pavane handle, nicht um einen Trauergesang.

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BO-5087.00Partitur / Full score
E. Demets, Paris, 1910 , Arr. Ravel
€ 14,80
BO-5087.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
E. Demets, Paris, 1910 , Arr. Ravel
€ 39,80
BO-5087.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
E. Demets, Paris, 1910 , Arr. Ravel
€ 59,80
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