Maurice Ravels „Valses nobles et sentimentales" entstanden 1911 zunächst als Klavierzyklus und wurden ein Jahr später vom Komponisten selbst orchestriert. Der Titel spielt bewusst auf Schuberts gleichnamige Walzersammlung an und verrät Ravels Absicht, die Wiener Walzertradition durch das Prisma der französischen Moderne zu betrachten. Die acht Walzer verbinden nostalgische Eleganz mit harmonischer Kühnheit und zeigen Ravel auf der Höhe seines kompositorischen Könnens.
Klangsprache und Struktur offenbaren Ravels charakteristische Synthese aus Tradition und Innovation. Die Walzer bewegen sich zwischen zartem Impressionismus und überraschend herben Dissonanzen, wobei der Komponist seine Meisterschaft in der Orchestrierung voll entfaltet. Subtile Instrumentationsfarben und raffinierte rhythmische Verschiebungen verleihen den scheinbar einfachen Tanzformen eine völlig neue Dimension.
Das Werk gilt als exemplarisch für Ravels Position zwischen Romantik und Moderne. Die Musik soll ursprünglich als Ballettmusik für „Adélaïde ou le langage des fleurs" konzipiert gewesen sein, was die szenische Qualität der einzelnen Sätze erklärt. In der abschließenden „Épilogue" kehren Themen der vorangegangenen Walzer verklärt wieder und schaffen einen poetischen Bogen über den gesamten Zyklus.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-5800.00 | Partitur / Full score Durand, Paris, 1912 | € 34,80 | |
| BO-5800.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Durand, Paris, 1912 | € 69,00 | |
| BO-5800.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Durand, Paris, 1912 | € 215,00 | |
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| BO-5800.21 | Extra Str. Vl.1 | € 6,80 | |
| BO-5800.22 | Extra Str. Vl.2 | € 6,80 | |
| BO-5800.23 | Extra Str. Va. | € 6,80 | |
| BO-5800.24 | Extra Str. Vc. | € 6,80 | |
| BO-5800.25 | Extra Str. Bass | € 6,80 | |