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Kat. #BO-5805  ·  B-NOTE
RAVEL, Joseph-Maurice

Tzigane

Konzertrhapsodie für Violine und Orchester
Opus
M.76
Tonart
D-Dur
Entstehung
1924
Dauer
ca. 12:00 min
Erstverlag
Durand, Paris, 1924
Orchesterbesetzung
2.2.2.2/2.1.0.0,perc,cel,hp,str,violin solo
Orchester
Kammerorchester

Ravels „Tzigane" entstand 1924 als virtuose Konzertrhapsodie, die den Charakter und die Klangfarben der traditionellen Romamusik aus Ungarn aufgreift. Das Werk zeigt Ravels meisterhafte Fähigkeit, folkloristische Elemente in seine raffinierte Tonsprache zu integrieren, ohne dabei in bloße Imitation zu verfallen. Die charakteristischen Ornamente, glissandi und rhythmischen Patterns der Roma-Musik werden durch Ravels impressionistische Harmonik und seine orchestrale Brillanz verfeinert.

Die Komposition fügt sich nahtlos in das französische Musikschaffen der 1920er Jahre ein, als viele Komponisten exotische und folkloristische Einflüsse suchten. Ravel, der bereits in „Boléro" und der „Rapsodie espagnole" seine Meisterschaft im Umgang mit fremden Musikidiomen bewiesen hatte, schuf mit „Tzigane" ein Werk von enormer solistischer Virtuosität.

Die kammerorchestrale Besetzung mit ihrer transparenten Klanglichkeit unterstreicht den intimen, aber gleichzeitig rhapsodischen Charakter des Werks. Harfe und Celesta verleihen der Orchestrierung jenen schimmernden Glanz, der typisch für Ravels späte Schaffensperiode ist und das Werk zu einem Höhepunkt des französischen Violinrepertoires macht.

„Ich habe Tzigane für Jelly d'Arányi geschrieben, eine ungarische Geigerin, die mich durch ihr Spiel inspiriert hat. Das Werk beginnt mit einer langen Kadenz, um die virtuosen Fähigkeiten der Solistin zur Geltung zu bringen.“
— Ravel in einem Interview mit Pierre Petit, 1924 (zitiert in Arbie Orenstein: Ravel - Man and Musician)
Datum
30. November 1924
Ort
London, Wigmore Hall
Das Werk wurde ursprünglich für Violine und Klavier komponiert und bei der Uraufführung von Jelly d'Arányi (Violine) und dem Komponisten Ravel am Klavier gespielt. Die Orchesterfassung entstand erst später im Jahr 1924. Das Stück ist der ungarischen Geigerin Jelly d'Arányi gewidmet und wurde von Ravel nach einer Begegnung mit ihr geschrieben, bei der sie ihm ungarische Zigeunermusik vorspielte.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5805.00Partitur / Full score
Durand, Paris, 1924
€ 34,80
BO-5805.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
Durand, Paris, 1924
€ 69,00
BO-5805.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Durand, Paris, 1924
€ 172,00
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