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Kurzbiografie Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow wurde 1873 in Semjonowo bei Nowgorod geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am Moskauer Konservatorium, wo er 1892 sein Studium abschloss. Er wirkte als Komponist, Pianist und Dirigent und emigrierte 1917 nach der Oktoberrevolution in die USA. Dort konzentrierte er sich hauptsächlich auf seine Karriere als Konzertpianist, komponierte aber weiterhin bedeutende Werke. Er starb 1943 in Beverly Hills, Kalifornien.
Musikhistorische Einordnung Rachmaninow gilt als einer der letzten großen Vertreter der russischen Spätromantik und steht in der Tradition von Tschaikowsky und Anton Rubinstein. Seine Musik zeichnet sich durch ausgedehnte lyrische Melodien, virtuose Klaviertechnik und eine reiche harmonische Sprache aus, die romantische Tradition mit impressionistischen Elementen verbindet. Er trug wesentlich zur Entwicklung des romantischen Klavierkonzerts bei und schuf einige der technisch anspruchsvollsten und melodisch eingängigsten Werke der Klavierliteratur.
Persönliche Bezüge Nikolai Swerew war sein Klavierlehrer am Moskauer Konservatorium und prägte entscheidend seine pianistische Entwicklung. Anton Arenski unterrichtete ihn in Harmonielehre und Kontrapunkt am Konservatorium. Sergei Tanejew war sein Kompositionslehrer und beeinflusste seine kompositorische Technik maßgeblich. Mit Fjodor Schaljapin verband ihn eine langjährige künstlerische Freundschaft und Zusammenarbeit bei verschiedenen Opernproduktionen.
Wichtige Werke
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Klavierkonzert (op. 18, 1901)
Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll – Klavierkonzert (op. 30, 1909)
Rhapsodie über ein Thema von Paganini – Klavierkonzert/Variationswerk (op. 43, 1934)
Sinfonie Nr. 2 e-Moll – Sinfonie (op. 27, 1907)
Präludium cis-Moll – Klavierwerk (op. 3 Nr. 2, 1892)
Études-Tableaux – Klavierwerke (op. 33 und op. 39)
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll – Klaviersonate (op. 36, 1913)
Vocalise – Lied (op. 34 Nr. 14, 1912)
Die Glocken (Kolokola) – Chorwerk (op. 35, 1913)
Vesper (Vsenoshchnoye bdeniye) – Geistliche Chormusik (op. 37, 1915)