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Kat. #BO-5108  ·  B-NOTE
RACHMANINOW, Sergei

Sinfonie Nr.1

Opus
op.13
Tonart
d-Moll
Entstehung
1895
Dauer
ca. 45:00 min
1947, Muzgiz, Moskau / ass. Boosey & Hawkes, London
Orchesterbesetzung
3D1.2.2.2/4.3.3.1,timp,perc,str
Großes Orchester

Rachmaninovs Erste Symphonie entstand 1895 als Abschlusswerk seiner Studienzeit am Moskauer Konservatorium und zeigt bereits die charakteristischen Züge seiner späteren Klangsprache. Das Werk in d-Moll atmet den düsteren, melancholischen Geist der russischen Romantik und verbindet westeuropäische Symphonietradition mit dem typisch russischen Hang zu weiten melodischen Bögen und orchestraler Klangpracht. Die dichte, chromatisch gefärbte Harmonik und die oft leidenschaftlich aufbrechende Emotionalität weisen auf den reifen Rachmaninov voraus.

Stilistisch steht die Symphonie zwischen Tschaikowsky und dem jungen Skrjabin, wobei Rachmaninovs eigene Handschrift bereits unverkennbar ist. Die Orchestrierung zeigt seine Meisterschaft im Umgang mit den verschiedenen Instrumentengruppen, besonders in den charakteristischen, oft melancholischen Holzbläsersoli und den kraftvollen Blechbläsertuttis.

Die Uraufführung 1897 unter Alexander Glazunov soll wenig erfolgreich verlaufen sein, was den jungen Komponisten tief getroffen haben dürfte. Lange galt das Werk als verschollen, bis die Partitur Jahrzehnte später wiederentdeckt wurde. Heute wird die Symphonie als wichtiges Zeugnis von Rachmaninovs früher Schaffensphase geschätzt.

„Wenn es in der Hölle ein Konservatorium gäbe, und wenn einem der talentiertesten Schüler dort die Aufgabe gestellt würde, eine Programmmusik zum Thema der Sieben Plagen Ägyptens zu schreiben, und wenn er sein Pensum mit dem gleichen Talent und Erfolg erfüllte wie Herr Rachmaninow seine Sinfonie, dann würde er ein Werk schaffen, das seiner Sinfonie sehr ähnlich wäre.“
— César Cui, Kritik in der St. Petersburger Zeitung nach der Uraufführung 1897
„Nach diesem Fiasko verstummte ich für drei Jahre wie ein Fisch. Ich konnte nichts komponieren. Obwohl ich mir alle Mühe gab, konnte ich keine musikalischen Gedanken fassen oder entwickeln.“
— Sergei Rachmaninow in einem Interview mit Oskar von Riesemann, dokumentiert in der Biographie 'Rachmaninoff's Recollections' (1934)
Datum
15. März 1897
Ort
Sankt Petersburg, Großer Saal des Konservatoriums
Dirigent
Alexander Glasunow
Orchester
Orchester des Sankt Petersburger Konservatoriums
Die Uraufführung war ein katastrophaler Misserfolg und traumatisierte Rachmaninow so stark, dass er drei Jahre lang unter einer schweren Schreibblockade litt. Glasunow soll den Dirigierpart schlecht vorbereitet oder sogar betrunken dirigiert haben. Die Kritiken waren vernichtend, und Rachmaninow selbst bezeichnete die Aufführung später als schlecht dirigiert. Das Werk verschwand danach für Jahrzehnte aus den Konzertprogrammen.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5108.00Partitur / Full score
1947, Muzgiz, Moskau / ass. Boosey & Hawkes, London
€ 65,00
BO-5108.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
1947, Muzgiz, Moskau / ass. Boosey & Hawkes, London
€ 100,00
BO-5108.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
1947, Muzgiz, Moskau / ass. Boosey & Hawkes, London
€ 565,00
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