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Kat. #BO-7349  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
HOLST, Gustav

Die Planeten (rev. 1979)

Suite für großes Orchester
B-Note sagt:„Sieben Planeten, sieben Charakterstücke: Holst vertont astronomische Mythen mit erweitertem Orchester, Orgel und Frauenchor.“
Opus
op.32 / H.125
Entstehung
1916
Dauer
ca. 50 min
Erstverlag
1921, Goodwin & Tabb, London
Orchesterbesetzung
4D2+bass (alto).3Dbass+1.3+1.3+1/6.4.3.2,2timp,perc,2hp,cel,org,str,womens chs
Orchester
Großes Orchester
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Revision 1979 von Imogen Holst und Colin Matthews, bei der insbesondere Dynamik und Artikulation vereinheitlich und an die verbürgten Quellen angepassst wurden.

Gustav Holsts Suite „Die Planeten“ op. 32, zwischen 1914 und 1916 entstanden, gehört zu den folgenreichsten Orchesterwerken der britischen Moderne. Das Werk steht an der Schnittstelle zwischen spätromantischer Klangfülle und frühem Modernismus und zeigt, wie die englische Orchestertradition um die Jahrhundertwende eine eigenständige, international beachtete Stimme entwickelte – neben Elgar, Vaughan Williams und Delius.

Die sieben Sätze evozieren keine mythologischen Erzählungen, sondern folgen den astrologischen Charakteren der Planeten: von brutaler Wucht über schwebende Mystik bis hin zu radikaler Klangauflösung. Holst gelingt dabei eine außergewöhnliche Bandbreite orchestraler Farbgebung – mit perkussiver Rhythmik, modalen Harmonien und einer für die Entstehungszeit kühnen Chromatik. Der abschließende Satz löst sich ins kaum Wahrnehmbare auf und gilt als einer der ungewöhnlichsten Orchesterausgänge des 20. Jahrhunderts.

Der enorme Besetzungsapparat – mit vier Flöten, Bassklarinette, Kontrafagott, Orgel, zwei Harfen, Celesta und einem abseits postierten Frauenchor – dient nicht dem bloßen Effekt, sondern einer differenzierten Klangarchitektur, die das Werk bis heute zu einem Standardwerk des sinfonischen Repertoires macht.

„Diese Musik war niemals als Programmusik gedacht. Jeder Planet sollte eine bestimmte Gruppe menschlicher Ideen suggerieren.“
— Gustav Holst, persönliche Notizen, zitiert in Imogen Holst: 'Gustav Holst: A Biography' (1938)
„Mars begann als eine Studie über die verschiedenen ungeraden Taktarten, entwickelte sich aber zu etwas ganz anderem.“
— Imogen Holst: 'Gustav Holst: A Biography' (1938)
Datum
29. September 1918
Ort
London, Queen's Hall
Dirigent
Adrian Boult
Orchester
New Queen's Hall Orchestra
Die Uraufführung war eine private Aufführung nur für geladene Gäste, da Holst noch Militärdienst leistete. Es wurden nur fünf der sieben Sätze gespielt - 'Venus' und 'Neptune' wurden weggelassen. Die erste vollständige öffentliche Aufführung aller sieben Sätze fand erst am 15. November 1920 statt, ebenfalls unter Adrian Boult in der Queen's Hall.

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