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Kat. #BO-7103  ·  B-NOTE
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Verknüpfte Ausgaben Sinfonie Nr. 1 (B-NOTE)
B-Note sagt:„Als Gründungsfigur des Mächtigen Häufleins hielt Balakirev hier bewusst an der russisch-romantischen Tonsprache fest, während Europa längst neue Wege einschlug.“
Tonart
d-Moll
Entstehung
1908
Dauer
ca. 36 min
Erstverlag
Zimmermann, Leipzig, 1909
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Zimmermann 4682.
Kalmus A4268
Luck's Music 09200
Orchesterbesetzung
3d1.1+1.3.2 / 4.2.3.1 / timp, perc, hp, str i
Holzbläser
Flöten3d1
Oboen1+1
Klarinetten3
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · hp Harfe · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Mily Balakirev, Gründervater des russischen Nationalismus in der Musik und Kopf des legendären „Mächtigen Häufleins", vollendete seine Zweite Sinfonie d-Moll erst 1908 – zu einem Zeitpunkt, als die europäische Musikwelt längst in neue Fahrwasser aufgebrochen war. Das Werk entstand damit in einem späten, stilistisch konservativen Schaffensabschnitt des Komponisten und steht in gewissem Abstand zu den Avantgarden seiner Zeit.

Die Klangsprache der Sinfonie wurzelt tief in der russischen Romantik: breite melodische Bögen, charakteristische harmonische Färbungen und eine plastische, farbenreiche Orchestrierung prägen das Bild. Balakirev setzt das Orchester – mit dreifacher Holzbläserbesetzung, Harfe und vollem Schlagwerk – mit sicherem Gespür für Klangwirkung ein. Der Tonfall schwankt zwischen slawischer Melancholie und kraftvoller Vitalität, wie sie für die nationale Schule Russlands typisch ist.

Als spätes Bekenntnis zu den Idealen des 19. Jahrhunderts wirkt die Zweite Sinfonie wie ein bewusstes Gegengewicht zur modernen Auflösung der Tonalität. Sie belegt, dass Balakirev bis ins hohe Alter ein konsequenter Wahrer jener Tradition blieb, die er selbst mitbegründet hatte.

Datum
23. April 1909
Ort
Sankt Petersburg
Dirigent
Mily Balakirev
Orchester
Orchester der Russischen Musikgesellschaft (RMO)
Balakirev begann die Sinfonie Nr. 2 d-Moll bereits in den 1860er Jahren, legte das Werk jedoch jahrzehntelang beiseite und vollendete es erst 1908 – also rund vierzig Jahre nach den ersten Skizzen. Damit steht die Sinfonie exemplarisch für Balakirevs lebenslange Tendenz, Werke über außerordentlich lange Zeiträume zu konzipieren und zu vollenden, ähnlich wie bei seiner Klavierfantasie „Islamey" oder der Sinfonie Nr. 1. Der Komponist dirigierte die Uraufführung seines letzten großen Orchesterwerks kurz vor seinem Tod (1910) selbst, was den Abend zu einem der seltenen späten öffentlichen Auftritte des damals über siebzigjährigen Meisters machte.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Weitere Uraufführungen unter Mily Alexeyevich Balakirev

Ebenfalls 1909 uraufgeführt

Ebenfalls uraufgeführt vom Orchester der Russischen Musikgesellschaft

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