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Kat. #BO-6669  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Rachmaninow, Sergei

Die Toteninsel

nach einem Gemälde von A. Boecklin
B-Note sagt:„Ein beharrlicher Fünfer-Rhythmus in den Streichern durchzieht die gesamte Partitur und evoziert das gleichmäßige Schlagen von Ruderschlägen.“
Opus
op.29
Tonart
a-Moll
Entstehung
1909
Dauer
ca. 23:00 min
Erstverlag
1909, Gutheil, Moskau
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Gutheil 9048
Kalmus A1900
Luck's Music 09135
Orchesterbesetzung
3D1.2+1.2+1.2+1 / 6.3.3.1 / timp, perc, hp, str i
Holzbläser
Flöten3D1
Oboen2+1
Klarinetten2+1
Fagotte2+1
Blechbläser
Hörner6
Trompeten3
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · hp Harfe · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Sergei Rachmaninows sinfonische Dichtung „Die Toteninsel“ op. 29 entstand 1909 und gehört zu den eindringlichsten Orchesterwerken der russischen Spätromantik. Die Komposition basiert auf dem gleichnamigen Gemälde des Schweizer Symbolisten Arnold Böcklin, dessen rätselhafte Darstellung einer von Zypressen umstandenen Felseninsel Rachmaninow tief beeindruckt haben soll. Das Werk steht damit in der romantischen Tradition der Programmmusik und verbindet literarisch-bildnerische Imagination mit sinfonischem Anspruch.

Klanglich bewegt sich die Partitur in der für Rachmaninow typischen Welt dunkler, oft schwermütiger Harmonik. Ein beharrlich pulsierender Fünfer-Rhythmus im Streicher-Unterbau evoziert das gleichmäßige Schlagen von Ruderschlägen und verleiht dem Stück eine hypnotische, unausweichliche Qualität. Das große Orchester – mit Holzbläsern, erweitertem Blechbläsersatz, Pauken, Schlagwerk und Harfe – entfaltet eine dichte, atmosphärische Klangsprache zwischen dumpfer Bedrängnis und visionärer Weite.

„Die Toteninsel“ spiegelt das kreative Umfeld der russischen Moderne um 1909 wider, in der Komponisten wie Rachmaninow, Skrjabin und Medtner die spätromantische Tonsprache zu individuellen, hochpersönlichen Ausdruckswelten weiterzuentwickeln suchten, ohne dabei den Kontakt zur großen sinfonischen Tradition zu verlieren.

Datum
1. April 1909
Ort
Moskau
Dirigent
Sergei Rachmaninow
Orchester
Moskauer Philharmonisches Orchester
Rachmaninow komponierte „Die Toteninsel" op. 29 im Jahr 1908 in Dresden, angeregt durch einen Schwarzweißstich nach Arnold Böcklins gleichnamigem symbolistischen Gemälde. Wie er später berichtete, hatte er das Original nie in Farbe gesehen – als er das farbige Original schließlich kennenlernte, gefiel es ihm weniger gut; er empfand den Schwarzweißdruck als wirkungsvoller und atmosphärisch passender für seine musikalische Vision. Er selbst dirigierte die Uraufführung und setzte das Werk damit als eigenständige Tondichtung in der russischen Sinfonik durch.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Weitere Uraufführungen unter Sergei Rachmaninow

Ebenfalls uraufgeführt vom Moskauer Philharmonisches Orchester

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-6669.00Partitur / Full score
€ 42,80
BO-6669.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
€ 200,00
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BO-6669.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
€ 75,00
BO-6669.21Extra Str. Vl.1€ 5,80
BO-6669.22Extra Str. Vl.2€ 5,80
BO-6669.23Extra Str. Va.€ 5,80
BO-6669.24Extra Str. Vc.€ 5,80
BO-6669.25Extra Str. Bass€ 5,80

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