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Kat. #BO-7101  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Balakirev, Mily Alexeyevich

Tamara

Sinfonische Dichtung
B-Note sagt:„Balakirevs sinfonische Dichtung nach Lermontovs Gedicht Tamara entstand über Jahrzehnte und gilt als sein orchestrales Hauptwerk.“
Entstehung
1882
Dauer
ca. 21 min
Erstverlag
Jurgenson, Moskau, 1884
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Jurgenson 5893
Kalmus A4266
Luck's Music 09198
Orchesterbesetzung
3d1.1+1.3.2 / 4.2.3.1 / timp, perc, 2hp, str i
Holzbläser
Flöten3d1
Oboen1+1
Klarinetten3
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · 2hp 2 × Harfe · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Mily Balakirev vollendete seine sinfonische Dichtung „Tamara“ im Jahr 1882, nachdem er jahrzehntelang an ihr gearbeitet hatte. Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Gedicht Michail Lermontovs und zählt zu den bedeutendsten Schöpfungen des russischen Nationalismus im 19. Jahrhundert. Als führende Kraft des sogenannten „Mächtigen Häufleins" prägte Balakirev eine Generation russischer Komponisten – und „Tamara“ gilt als sein orchestrales Hauptwerk.

Die Klangsprache ist von orientalischem Kolorit durchdrungen: Chromatik, modale Wendungen und charakteristische Rhythmen schaffen eine Atmosphäre des Geheimnisvollen und Sinnlichen. Das üppig besetzte Orchester – mit zwei Harfen, reichem Blechbläserapparat und differenziert eingesetztem Schlagwerk – entfaltet eine farbige, bisweilen rauschhaft wirkende Klangpracht, die an Berlioz und Liszt erinnert, dabei aber unverkennbar russisch bleibt.

„Tamara“ steht stilistisch zwischen der romantischen Programmmusik westeuropäischer Prägung und der folkloristisch-exotischen Ästhetik der russischen Schule. Wer Werke wie Rimsky-Korsakovs „Scheherazade“ oder Borodins Steppenskizze liebt, wird in Balakirevs Meisterwerk eine ebenso faszinierende klangliche Welt entdecken.

Datum
1882-03-19
Ort
Sankt Petersburg, Russische Musikalische Gesellschaft
Dirigent
Mily Balakirev
Orchester
Orchester der Russischen Musikalischen Gesellschaft
„Tamara" ist eine sinfonische Dichtung für Orchester, die auf dem gleichnamigen Gedicht des russischen Dichters Michail Lermontow basiert. Balakirew begann die Komposition bereits um 1867, arbeitete aber jahrzehntelang daran – die Fertigstellung zog sich bis 1882 hin, was für ihn typisch war, da er viele Werke über sehr lange Zeiträume schuf. Das Werk gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele des russischen musikalischen Orientalismus und beeinflusste spätere Komponisten wie Rimski-Korsakow und Debussy. Lermontows Gedicht schildert eine dämonische georgische Königin, die Reisende in ihre Burg lockt und nach einer Liebesnacht tötet – diese düstere Atmosphäre spiegelt Balakirew in üppiger Orchestersprache und orientalisch gefärbten Melodien wider.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Weitere Uraufführungen unter Mily Alexeyevich Balakirev

Ebenfalls 1882 uraufgeführt

Ebenfalls uraufgeführt vom Orchester der Russischen Musikalischen Gesellschaft

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