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Kat. #BO-6696  ·  B-NOTE Kuratierte Ausgabe i
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Saint-Saëns, Camille

Danse Macabre

Sinfonische Dichtung nach einem Gedicht von Henri Cazalis
B-Note sagt:„Saint-Saëns lässt eine verstimmte Solovioline den nächtlichen Totentanz anführen – ein programmatisches Kernstück der französischen Orchesterliteratur.“
Opus
op.40
Entstehung
1874
Dauer
ca. 7:45 min
Erstverlag
CC 2009
Orchesterbesetzung
2+1.2.2.2 / 4.2.3.1 / timp, perc, hp, str i
Holzbläser
Flöten2+1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · hp Harfe · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
Orchester
Großes Orchester
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Ausgabe: Creative Commons von "Le Philhar" (kuratiert)

Camille Saint-Saëns komponierte seine sinfonische Dichtung „Danse macabre“ op. 40 im Jahr 1874 – ein Werk, das zu den markantesten Beiträgen der französischen Orchesterliteratur des späten 19. Jahrhunderts zählt. Es steht exemplarisch für Saint-Saëns' Bemühen, die von Franz Liszt geprägte Gattung der Tondichtung im französischen Kontext zu etablieren und weiterzuentwickeln.

Klanglich besticht das Werk durch seine atmosphärische Dichte und seinen unverwechselbaren Einfallsreichtum in der Instrumentation. Die Solovioline, deren Saiten eigens verstimmt werden, verleiht dem Stück eine gespenstische, groteske Färbung. Der Klang des großen Orchesters wechselt zwischen tänzerischer Leichtigkeit und düsterer Wucht – ein Spiel mit Kontrasten, das Saint-Saëns meisterhaft beherrscht.

Das Werk spiegelt den für die französische Musik der Epoche typischen Hang zu Programmatik und koloristischer Raffinesse wider, ohne dabei an sinfonischer Stringenz einzubüßen. Mit seiner Verbindung aus pittoresker Bildlichkeit und handwerklicher Präzision gilt die „Danse macabre“ als eines der populärsten Stücke ihres Genres und als Schlüsselwerk im Schaffen von Saint-Saëns.

„Das Stück machte einen ungeheuerlichen Lärm; der Tod, der auf seinem Grab Geige spielt, die Skelette, die tanzen – das war zu viel für das Publikum, das die Nase rümpfte.“
— Le Ménestrel, Konzertbericht zur Uraufführung der „Danse Macabre" unter Édouard Colonne, Paris, Januar 1875
Datum
24. Januar 1875
Ort
Paris, Salle du Châtelet (Concert Colonne)
Dirigent
Édouard Colonne
Orchester
Concerts Colonne (Association Artistique)
„Danse Macabre" op. 40 entstand ursprünglich 1872 als Lied für Singstimme und Klavier auf ein Gedicht von Henri Cazalis und wurde von Saint-Saëns 1874 zur sinfonischen Dichtung orchestriert. Das Werk sorgte bei der Uraufführung für Aufsehen und Kontroversen: Die Verwendung einer verstimmten Solovioline (die E-Saite wird um einen Halbton tiefer gestimmt, um den Klang eines Totenskeletts an der Geige zu imitieren) sowie das Zitat des „Dies irae" galten als gewagt und wurden von konservativen Kritikern abgelehnt. Gleichzeitig war es ein großer Publikumserfolg und avancierte zu einem der bekanntesten Werke Saint-Saëns'. Die Uraufführung fand im Rahmen der noch jungen Konzertreihe statt, die Édouard Colonne 1873 gegründet hatte und die sich der Förderung französischer Musik verschrieben hatte.

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BO-6696.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
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Kuratierte Ausgabe: Diese Ausgabe beruht auf gemeinfreiem Material, das frei verwendet werden kann. Der Verlag hat die Ausgabe mit den originalen Quellen abgeglichen und ggf. korrigiert, ergänzt oder für die Nutzung verbessert.
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