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Kat. #BO-6697  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Saint-Saëns, Camille

Sinfonie Nr. 3

Orgelsinfonie
B-Note sagt:„Saint-Saëns widmete dieses Werk Franz Liszt und betrachtete es selbst als das bedeutendste seines Schaffens.“
Opus
op.78
Entstehung
1886
Dauer
ca. 40 min
Erstverlag
1886, Durand & Schoenewerk, Paris
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Durand 3700
Luck's Music 06554
Orchesterbesetzung
3D1.2+1.2+1.2+1 / 4.3.3.1 / timp, perc, org, pf, str i
Holzbläser
Flöten3D1
Oboen2+1
Klarinetten2+1
Fagotte2+1
Blechbläser
Hörner4
Trompeten3
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · org Orgel · pf Klavier · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
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Camille Saint-Saëns vollendete seine dritte Sinfonie c-Moll op. 78 im Jahr 1886 und widmete sie dem Andenken Franz Liszts. Das Werk gilt als Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens und als eines der bedeutendsten Beispiele französischer Orchestermusik des späten 19. Jahrhunderts – einer Epoche, in der Komponisten wie César Franck und Saint-Saëns selbst dem deutschen Einfluss Wagners und Brahms' eine eigenständige französische Klangsprache entgegensetzten.

Das Werk besticht durch seinen außergewöhnlichen Klangreichtum: Die Orgel tritt nicht als Soloinstrument auf, sondern verschmilzt mit dem Orchesterapparat zu einem monumentalen, mitunter fast sakralen Klangkörper. Daneben setzt Saint-Saëns das Klavier zu vier Händen ein – ein ungewöhnlicher Griff, der dem Gesamtklang schimmernde, orchestrale Fülle verleiht. Die Klangsprache bewegt sich zwischen spätromantischer Harmonik, brillanter Orchestrierung und einer typisch französischen Eleganz und Transparenz.

Die Sinfonie soll Saint-Saëns selbst als sein bedeutendstes Werk gegolten haben. Ob diese Einschätzung verbürgt ist oder der Überlieferung entstammt, bleibt offen – doch der nachhaltige Eindruck, den das Werk auf das Konzertleben hinterließ, spricht für sich.

„Ich habe in ihr alles gegeben, was ich geben konnte. Was ich hier getan habe, werde ich nie wieder tun.“
— Camille Saint-Saëns, Brief an einen Freund, zitiert in: James Harding, „Saint-Saëns and His Circle" (London: Chapman & Hall, 1965)
Datum
19. Mai 1886
Ort
London, St. James's Hall
Dirigent
Camille Saint-Saëns
Orchester
Philharmonic Society of London
Die Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 wurde von der Philharmonic Society of London in Auftrag gegeben und war Saint-Saëns' letztes Werk in dieser Gattung. Er widmete sie dem kurz zuvor verstorbenen Franz Liszt, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbunden hatte. Das Werk gilt als technisch anspruchsvollstes Orchesterwerk des Komponisten: Es integriert eine Orgel und ein Klavier zu vier Händen in das Orchester und verschmilzt die traditionellen vier Sätze zu zwei Teilen. Saint-Saëns selbst bezeichnete „die Sinfonie Nr. 3" als sein bedeutendstes Werk und schrieb, er habe darin alles gegeben, was er zu geben hatte.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Weitere Uraufführungen unter Camille Saint-Saëns

Ebenfalls 1886 uraufgeführt

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