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Kat. #BO-6705  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Debussy, Claude

Danse sacrée et danse profane

B-Note sagt:„Debussy löst in diesem Werk klare Konturen bewusst auf und nutzt Schimmern und Transparenz der Harfe als Träger impressionistischer Klangfarbe.“
Opus
CD 113 / L.103
Entstehung
1904
Dauer
ca. 9:30 min
Erstverlag
Durand, Paris, 1904
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Durand 6419
Kalmus A1394
Luck's Music 00754
Orchesterbesetzung
0.0.0.0 / 0.0.0.0 / hrf, str i
Holzbläser
Flöten0
Oboen0
Klarinetten0
Fagotte0
Blechbläser
Hörner0
Trompeten0
Posaunen0
Tuba0
Außerdem hrf · str Streicher
Orchester
Streichorchester
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Claude Debussy schrieb die Danse sacrée et danse profane im Jahr 1904 als Auftragswerk für den Harfenisten und Pädagogen Gustave Lyon von der Firma Érard, der eine chromatische Harfe entwickelt hatte und ein Paradestück für dieses Instrument suchte. Das Werk entstand damit im Kontext einer lebhaften Diskussion um die Zukunft des Harfenbaus im frühen 20. Jahrhundert.

Klanglich ist das Stück ein bedeutendes Zeugnis des französischen Impressionismus: Debussy nutzt die charakteristischen Farben der Harfe – ihr Schimmern, ihre Transparenz, ihr Vermögen zu fließenden Übergängen – und bettet sie in einen zurückhaltend gesetzten Streicherrahmen, der die solistische Stimme trägt, ohne sie zu überdecken. Die Musik atmet jene für Debussy typische Atmosphäre des Schwebenden und Entrückten, in der klare Konturen bewusst aufgelöst werden.

Das Werk steht im Umfeld der französischen Moderne um die Jahrhundertwende, die sich – anders als die deutsche Spätromantik – nicht auf dramatische Steigerung, sondern auf Klangfarbe, Nuance und sinnliche Unmittelbarkeit konzentrierte. Innerhalb von Debussys Schaffen fügt es sich stimmig neben Werke wie das Streichquartett oder die Nocturnes, in denen er seine unverwechselbare, impressionistische Tonsprache konsequent entfaltete.

Datum
1904-11-06
Ort
Paris, Salle Érard
Orchester
Concerts Colonne
Debussy komponierte „Danse sacrée et danse profane" 1904 im Auftrag des Brüsseler Harfenherstellers Gustave Lyon (Maison Pleyel), der ein neues chromatisches Harfensystem entwickelt hatte und ein Werk benötigte, das dessen Vorzüge demonstrieren sollte. Ironischerweise setzte sich die chromatische Harfe, für die das Stück ursprünglich gedacht war, in der Praxis nicht durch – das Werk wurde stattdessen ein fester Bestandteil des Repertoires für die traditionelle Pedalharfe.

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