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Kat. #BO-6641  ·  Serenissima Music Inc. Distribution: B-NOTE
Ausgaben & Preise
Mussorgski, Modest Petrowitsch

Eine Nacht auf dem kahlen Berge (arr. Rimsky) (NCPE. Nieweg)

Vervollständigt und orchestriert von Rimsky-Korsakow
B-Note sagt:„Grelle Orchesterfarben, treibende Rhythmik und schroffe Dynamik prägen Mussorgskis dämonische Programmmusik.“
Entstehung
1867
Dauer
ca. 12:30 min
Erstverlag
Muzgiz, Moskau, 1954
Reprintverlag
Serenissima Music, Edwardsville
Orchesterbesetzung
2+1.2.2.2 / 4.2.3.1 / timp, 3prc, hp, str i
Holzbläser
Flöten2+1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · 3prc 3 × Schlagwerk · hp Harfe · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
Orchester
Großes Orchester
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Modest Mussorgskis „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ gehört zu den eindrucksvollsten Werken des russischen Nationalismus des 19. Jahrhunderts. Als Mitglied des „Mächtigen Häufleins" – jener Gruppe russischer Komponisten, die eine eigenständige, von westeuropäischen Konventionen unabhängige Musiktradition anstrebte – schuf Mussorgski ein Stück von elementarer Wucht und düsterer Phantastik. Die Vorlage entstammt der slawischen Volksüberlieferung: eine Hexensabbat-Vision in der Walpurgisnacht auf dem Tschornaja Hora.

Klanglich entfaltet das Werk eine finstere, archaisch anmutende Energie, die durch grelle Orchesterfarben, treibende Rhythmik und schroff kontrastierende Dynamik geprägt ist. Die Instrumentation – mit Blechbläsern, Schlagwerk und Streichern als dramatischen Kräften – erzeugt eine dämonische Atmosphäre, die sich erst am Ende in lichten, hymnischen Klang auflöst. Mussorgskis unverwechselbare Tonsprache, roh und visionär zugleich, unterscheidet das Werk deutlich von der zeitgenössischen deutschen oder französischen Sinfonik.

Das Stück gilt als eines der bekanntesten Zeugnisse russischer Programmmusik der Spätromantik und hat durch seine unmittelbare suggestive Kraft bis heute nichts von seiner Wirkung eingebüßt.

„„Die Hexennacht auf dem kahlen Berge" – einstimmige Musik über folgendes Programm: 1. Versammlung der Hexen, ihr Geschwätz und Klatsch; 2. Zug des Satans; 3. Schwarze Messe; 4. Sabbat. […] Die Form und der Charakter sind russisch und ursprünglich.“
— Mussorgski, Brief an Mili Balakirew, 1867 (zitiert u. a. in: M. D. Calvocoressi, „Mussorgsky: His Life and Works", London 1956)
Datum
15. Oktober 1886
Ort
Sankt Petersburg
Dirigent
Mili Balakirew
Orchester
Freie Musikschule / Konzert der Freien Musikschule
Mussorgski vollendete seine sinfonische Dichtung „Eine Nacht auf dem kahlen Berge" bereits 1867, erlebte jedoch zu seinen Lebzeiten keine Aufführung des Werkes. Erst nach seinem Tod bearbeitete Nikolai Rimski-Korsakow die Partitur grundlegend – er glättete die für Mussorgski typischen harmonischen Rauheiten, orchestrierte das Stück neu und fügte ein ruhiges, lyrisches Schlussthema hinzu. Diese Bearbeitung (1886) wurde von Mili Balakirew in Sankt Petersburg uraufgeführt und verdrängte das Original so nachhaltig, dass Mussorgskis Originalfassung von 1867 erst im 20. Jahrhundert ins Bewusstsein der Öffentlichkeit trat.

Weitere Uraufführungen unter Mili Balakirew

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
SER-12504.00Partitur / Full score
Muzgiz, Moskau, 1954
€ 53,00
SER-12528.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 4.4.3.2.2
Muzgiz, Moskau, 1954
€ 160,00
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