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Kurzbiografie Anton Stepanovich Arensky wurde am 12. Juli 1861 in Nowgorod (Russland) geboren. Er studierte am Konservatorium Sankt Petersburg, wo er Schüler von Nikolai Rimsky-Korsakov war. Ab 1882 lehrte er am Moskauer Konservatorium als Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt. Von 1895 bis 1901 leitete er die Kaiserliche Russische Chorkapelle in Sankt Petersburg. Er starb am 25. Februar 1906 in Terioki (Finnland, damals Russisches Reich) an Tuberkulose.
Musikhistorische Einordnung Arensky zählt zur spätrussischen Romantik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sein Stil verbindet lyrische Melodik mit eleganter harmonischer Sprache, beeinflusst von Tschaikowsky und der westeuropäischen Romantik. Er gilt als bedeutender Vertreter des russischen Salonstils, dessen Werke – besonders Kammermusik und Klavierstücke – zu seiner Zeit weit verbreitet waren, im 20. Jahrhundert jedoch an Aufführungshäufigkeit verloren.
Persönliche Bezüge Nikolai Rimsky-Korsakov war Arenskys Kompositionslehrer am Konservatorium Sankt Petersburg. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky übte als älterer Zeitgenosse einen prägenden stilistischen Einfluss auf Arensky aus. Sergei Rachmaninoff und Alexander Skrjabin zählten zu Arenskys Schülern am Moskauer Konservatorium. Der Cellist und Komponist Alexander Glasunow war ein Zeitgenosse, mit dem Arensky im russischen Musikleben in Berührung stand (Art der persönlichen Beziehung nicht gesichert).
Wichtige Werke
Klaviertrio d-Moll – Klaviertrio (op. 32, 1894)
Streichquartett Nr. 2 a-Moll – Streichquartett (op. 35, 1894)
Sonate für Violine und Klavier a-Moll – Sonate (op. 6)
Variations on a Theme of Tchaikovsky – Streichorchester (op. 35a, Bearbeitung aus dem Streichquartett Nr. 2)
Suite Nr. 1 für zwei Klaviere – Klaviersuite (op. 15)
Suite Nr. 2 „Silhouettes" für zwei Klaviere – Klaviersuite (op. 23)
Suite Nr. 3 „Variations" für zwei Klaviere – Klaviersuite (op. 33)
Fantasie über Themen von Ryabinin für Klavier und Orchester – Konzertfantasie (op. 48)
Son u Volgi („Ein Traum an der Wolga") – Oper (op. 16, 1888)
Rafalʼ – Oper (op. 38, 1894)