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Kurzbiografie Albert Roussel wurde 1869 in Tourcoing geboren und war zunächst als Marineoffizier tätig, bevor er sich der Musik zuwandte. Er studierte ab 1898 an der Schola Cantorum in Paris bei Vincent d'Indy und wurde später selbst dort als Lehrer tätig. Nach seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg widmete er sich vollständig der Komposition. Er starb 1937 in Royan und gilt als einer der bedeutendsten französischen Komponisten seiner Generation.
Musikhistorische Einordnung Roussel gehört zur Generation der französischen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts und entwickelte einen eigenständigen Stil zwischen Spätromantik und Moderne. Seine Musik zeigt Einflüsse des Impressionismus, aber auch neoklassizistische Tendenzen, wobei er eine charakteristische Verbindung von französischer Klarheit mit komplexeren harmonischen Strukturen schuf. Besonders prägend waren seine Erfahrungen mit orientalischer Musik während einer Indienreise, die sich in mehreren seiner Werke niederschlugen.
Persönliche Bezüge Vincent d'Indy war sein wichtigster Lehrer an der Schola Cantorum und prägte seine kompositorische Ausbildung entscheidend. Zu seinen Schülern an der Schola Cantorum zählten Erik Satie und Edgard Varèse, denen er kontrapunktische Techniken vermittelte. Auch André Jolivet gehörte zu seinen Schülern und wurde von Roussels Stil beeinflusst.
Wichtige Werke
Le Festin de l'araignée – Ballett-Pantomime op. 17 (1912)
Symphonie Nr. 1 "Le Poème de la forêt" – Symphonie op. 7 (1906)
Symphonie Nr. 2 – Symphonie op. 23 (1921)
Symphonie Nr. 3 – Symphonie op. 42 (1930)
Symphonie Nr. 4 – Symphonie op. 53 (1934)
Bacchus et Ariane – Ballett op. 43 (1931)
Évocations – Orchesterzyklus op. 15 (1911)
Padmâvatî – Opéra-ballet op. 18 (1918)
Konzert für Klavier und Orchester – Klavierkonzert op. 36 (1927)