Richard Strauss' Erste Sonatine für Bläser aus dem Jahr 1943 trägt den bezeichnenden Untertitel „Aus der Werkstatt eines Invaliden" und spiegelt die Situation des beinahe achtzigjährigen Komponisten wider, der sich in seinen späten Jahren verstärkt der Kammermusik zuwandte. Das Werk zeigt Strauss' meisterhafte Beherrschung der Bläsersetzkunst und seine Fähigkeit, auch mit reduzierter Besetzung reiche klangliche Wirkungen zu erzielen.
Die Sonatine gehört zu jener Gruppe von Spätwerken, in denen sich Strauss von den monumentalen Dimensionen seiner großen Opern und Tondichtungen abwendet und zu einer intimeren, konzentrierteren Ausdrucksweise findet. Die Klangsprache verbindet spätromantische Harmonik mit neoklassizistischen Elementen und zeigt eine bemerkenswerte Klarheit der Stimmführung. Strauss nutzt die charakteristischen Klangfarben der einzelnen Bläser virtuos aus und schafft dabei einen warmen, kammermusikalischen Ton.
Als eines der bedeutenden deutschen Bläserwerke des 20. Jahrhunderts steht die Sonatine in der Tradition der österreichisch-deutschen Harmoniemusik, erneuert diese jedoch durch Strauss' individuelle harmonische Sprache und seine jahrzehntelange Erfahrung in der Orchestrierung.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-5831.00 | Partitur / Full score Boosey & Hawkes, London, 1964 | € 44,80 | |
| BO-5831.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Boosey & Hawkes, London, 1964 | € 80,00 | |
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