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Kat. #BO-5830  ·  B-NOTE
STRAUSS, Richard

Tod und Verklärung

Opus
TrV 158 / op.24
Entstehung
1889
Dauer
ca. 25:00 min
Aibl, München, 1891
Orchesterbesetzung
3.2+1.2+1.2+1/4.3.3.1,timp,perc,2hp,str
Großes Orchester

Mit „Tod und Verklärung" schuf Richard Strauss 1889 eine seiner bedeutendsten symphonischen Dichtungen und etablierte sich endgültig als führender Vertreter der deutschen Spätromantik. Das Werk zeigt Strauss auf dem Höhepunkt seiner orchestralen Meisterschaft: Die Klangsprache verbindet noch die harmonische Tradition der Romantik mit bereits hochmodernen orchestralen Techniken und einer außergewöhnlichen psychologischen Durchdringung des musikalischen Materials.

Die Partitur offenbart Strauss' geniale Beherrschung des spätromantischen Orchesterapparats. Mit subtilen Klangmischungen, raffinierter Instrumentation und einer dramaturgisch durchdachten Steigerungstechnik schafft er ein Werk von enormer emotionaler Intensität. Besonders bemerkenswert ist die Art, wie Strauss leitmotivische Arbeit mit freier symphonischer Entwicklung verbindet und dabei eine kontinuierliche Klangentwicklung vom intimsten Pianissimo bis zu überwältigenden Orchestertuttisstellen erreicht.

„Tod und Verklärung" steht exemplarisch für die deutsche Programmmusik der 1890er Jahre und zeigt Strauss als Erben der Liszt'schen Symphonischen Dichtung. Das Werk gilt als Musterbeispiel für die spätromantische Verbindung von philosophischem Anspruch und orchestraler Brillanz, die Strauss später in seinen Opern weiterentwickeln sollte.

„Ich wollte in Tönen darstellen den Todeskampf eines Menschen, der nach den höchsten idealen Zielen gestrebt hat, vielleicht eines Künstlers. Das Leben kämpft gegen den Tod, aber schließlich siegt die Verklärung.“
— Richard Strauss, Brief an Cosima Wagner, 1890
„Dies ist Musik von wahrhaft erschütternder Kraft. Strauss hat hier etwas geschaffen, was weit über die Programme hinausgeht - es ist reine, große Kunst.“
— Gustav Mahler, dokumentiert in Franz Willnauers 'Gustav Mahler und die Wiener Oper', 1901
Datum
23. Juni 1890
Ort
Eisenach
Dirigent
Richard Strauss
Orchester
Orchester des Allgemeinen Deutschen Musikvereins
Die Uraufführung fand im Rahmen des 27. Tonkünstlerfestes des Allgemeinen Deutschen Musikvereins statt. Strauss dirigierte das Werk selbst, was für den damals 26-jährigen Komponisten ein wichtiger Karriereschritt war. Das Werk entstand nach einem Programm, das Strauss erst nach der Komposition schrieb, inspiriert von einem Gedicht Alexander Ritters.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5830.00Partitur / Full score
Aibl, München, 1891
€ 39,80
BO-5830.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
Aibl, München, 1891
€ 69,00
BO-5830.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Aibl, München, 1891
€ 149,00
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