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Kat. #BO-4225  ·  B-NOTE
STRAUSS, Richard

Konzert für Oboe und kleines Orchester

Opus
TRV 292
Tonart
D-Dur
Entstehung
1945
Dauer
ca. 24 min
Hugo Bouma
Orchesterbesetzung
2.1.2.2/2.0.0.0,str,ob solo
Kammerorchester
Oboe

Richard Strauss' Oboenkonzert in D-Dur entstand 1945 als eines der letzten großen Werke des Komponisten und gilt als sein kammermusikalischstes Orchesterwerk. Nach Jahrzehnten monumentaler Opern und Tondichtungen wandte sich der 81-jährige Strauss einer intimen Besetzung zu, die nur Streicher, je zwei Hörner, Flöten, Klarinetten und Fagotte umfasst. Das Werk zeigt Strauss in seiner spätromantischen Meisterschaft, geprägt von melodischer Eleganz und raffinierten harmonischen Wendungen.

Die Klangsprache verbindet späte Weisheit mit jugendlicher Frische und knüpft an die Tradition des deutschen Instrumentalkonzerts an. Strauss behandelt die Oboe als lyrischen Protagonisten, der in dialogischem Austausch mit dem Orchester steht. Charakteristisch sind die fließenden Melodiebögen, die chromatischen Durchgänge und die transparente Orchestrierung, die jeden instrumentalen Detail hörbar macht.

Das Konzert soll zu den technisch anspruchsvollsten Werken der Oboenliteratur gehören und fordert vom Solisten höchste musikalische Reife. In der Nachkriegszeit entstanden, verkörpert es Strauss' Rückbesinnung auf klassische Formen und eine versöhnliche Grundhaltung, die das bewegte 20. Jahrhundert in nobel-eleganter Musiksprache reflektiert.

Datum
26. Februar 1946
Ort
Zürich
Dirigent
Volkmar Andreae
Orchester
Tonhalle-Orchester Zürich
Das Oboenkonzert war Strauss' letztes vollendetes Orchesterwerk und entstand 1945 im Schweizer Exil. Es wurde dem amerikanischen Oboisten John de Lancie gewidmet, der Strauss als GI nach Kriegsende besucht und nach einem Oboenkonzert gefragt hatte. Die Uraufführung fand posthum statt, da Strauss bereits im September 1949 verstarb.

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