Skrjabins „Poème de l'Extase" markiert einen Höhepunkt der russischen Spätromantik und zugleich den Übergang zur Moderne. Das 1908 vollendete Werk steht im Zentrum von Skrjabins mittlerer Schaffensperiode, in der sich der Komponist von den traditionellen sinfonischen Formen löste und zu seiner ganz eigenen, mystisch-visionären Tonsprache fand.
Die einsätzige Komposition entfaltet eine berauschende Klangwelt von sinnlicher Üppigkeit und ekstatischer Steigerung. Skrjabin setzt dabei auf eine erweiterte Tonalität mit charakteristischen chromatischen Harmonien und seinem berühmten „mystischen Akkord". Das große Orchester mit erweiterter Bläserbesetzung, Celesta und Orgel erzeugt schillernde Klangfarben und monumentale Höhepunkte, die Skrjabins synästhetische Visionen von Musik, Farbe und Transzendenz widerspiegeln.
Das Werk gilt als wegweisend für die russische Orchestermusik des frühen 20. Jahrhunderts und beeinflusste Komponisten wie Strawinsky und Prokofjew. Mit seiner Verbindung von spätromantischer Orchestrierung und harmonischen Neuerungen steht das „Poème de l'Extase" exemplarisch für jene Generation russischer Komponisten, die den Weg von der Nationalromantik zur internationalen Moderne beschritt.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) |
|---|