Franz Liszts Hungaria entstand 1854 als neunte seiner insgesamt dreizehn Sinfonischen Dichtungen – einer Gattung, die Liszt selbst maßgeblich prägte und die zur zentralen Ausdrucksform der romantischen Programmmusik werden sollte. Das Werk steht exemplarisch für Liszts Bestreben, nationale Identität in symphonische Form zu gießen: Ungarn, seine Heimat, wird hier nicht folkloristisch illustriert, sondern in monumentaler Klangsprache beschworen.
Die Musik trägt den charakteristischen Zug des Heroisch-Pathetischen, der Liszts Orchestersprache dieser Schaffensphase prägt. Markante Rhythmen, weitgespannte Melodiebögen und effektvolle Steigerungen wechseln mit lyrischen Passagen von inniger Wärme. Die Instrumentation – mit vollem Bläserapparat und einem klangmächtigen Streicherkörper – entfaltet jene orchestrale Farbigkeit, die Liszt von Berlioz gelernt und zu einem eigenen Personalstil weiterentwickelt hatte.
Hungaria gehört zur Weimarer Schaffensperiode, in der Liszt als Hofkapellmeister eine der produktivsten Phasen seines Lebens durchlief. Das Werk kann als symphonisches Bekenntnis zur ungarischen Kulturnation gelten – ein Thema, das Liszt zeitlebens beschäftigte und das auch in seinen Ungarischen Rhapsodien seinen Niederschlag fand.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
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| BO-6586.00 | Partitur / Full score Breitkopf & Härtel, 1909 | € 59,80 | |
| BO-6586.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Breitkopf & Härtel, 1909 | € 95,00 | |
| BO-6586.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Breitkopf & Härtel, 1909 | € 200,00 | |
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| BO-6586.21 | Extra Str. Vl.1 | € 5,80 | |
| BO-6586.22 | Extra Str. Vl.2 | € 5,80 | |
| BO-6586.23 | Extra Str. Va. | € 5,80 | |
| BO-6586.24 | Extra Str. Vc. | € 5,80 | |
| BO-6586.25 | Extra Str. Bass | € 5,80 | |