Gabriel Faurés Requiem op. 48 entstand über einen langen Zeitraum von mehr als anderthalb Jahrzehnten und gehört heute zu den bedeutendsten geistlichen Vokalwerken der französischen Spätromantik. Es steht in der Tradition der großen Messen- und Requiem-Komposition, schlägt dabei jedoch einen unverwechselbar eigenen Ton an: Statt dramatischer Erschütterung und Schrecken des Jüngsten Gerichts dominieren Sanftheit, Trost und eine fast entrückte Innerlichkeit.
Die Klangsprache ist von zarter Harmonik, fließenden Linien und einem subtilen Umgang mit modalen Wendungen geprägt – Charakteristika, die Faurés Stil insgesamt kennzeichnen und ihn zwischen dem späten Romantismus und der frühen französischen Moderne verorten. Die Besetzung mit Harfe, Orgel und Streichern schafft eine Klanglichkeit, die Transparenz und Wärme verbindet und das Werk deutlich von deutschem Spätromantik-Pathos absetzt.
Fauré selbst soll das Werk als Ausdruck einer stillen, fast heiteren Todesbetrachtung verstanden haben – als persönliches Glaubenszeugnis jenseits liturgischer Konvention. Ob er diese Worte tatsächlich so formuliert hat, lässt sich nicht mit Sicherheit belegen; als Charakterisierung jedoch trifft diese Beschreibung den Geist des Werkes mit bemerkenswerter Genauigkeit.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-6590.00 | Partitur / Full score Hamelle, Paris, 1901 | € 19,80 | |
| BO-6590.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Hamelle, Paris, 1901 | € 100,00 | |
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| BO-6590.21 | Extra Str. Vl.1 | € 5,00 | |
| BO-6590.22 | Extra Str. Vl.2 | € 5,00 | |
| BO-6590.23 | Extra Str. Va. | € 5,00 | |
| BO-6590.24 | Extra Str. Vc. | € 5,00 | |
| BO-6590.25 | Extra Str. Bass | € 5,00 | |
| BO-6590.41 | Orgelstimme / Organ part Hamelle, Paris, 1901 | € 9,80 | |