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Kat. #BO-6592  ·  B-NOTE

L'apprenti sorcier

Der Zauberlehrling
B-Note sagt:Motivische Präzision und farbenreiche Instrumentation wechseln zwischen tänzerischer Leichtigkeit und bedrohlicher Wucht.
Tonart
f-Moll
Entstehung
1897
Dauer
ca. 12:20 min
Erstverlag
1897, Durand, Paris
Orchesterbesetzung
2+1.2.2+1.3+1/4.2+2.3.0,timp,perc,glock(/cel),hp,str.
Orchester
Großes Orchester
Sinfonisches Scherzo nach einer Ballade von Goethe.

Paul Dukas schrieb sein sinfonisches Scherzo „L'apprenti sorcier“ 1897 auf der Grundlage von Goethes gleichnamiger Ballade – und schuf damit eines der meistgespielten Orchesterwerke der französischen Spätromantik. Das Stück steht exemplarisch für jene Generation französischer Komponisten, die sich nach dem Vorbild der deutschen Sinfoniker, vor allem Wagners und Francks, einer ambitionierten Orchestersprache verschrieben, ohne dabei die Eleganz und Präzision der französischen Tradition aufzugeben.

Klanglich verbindet das Werk plastische motivische Arbeit mit einer effektvollen, farbenreichen Instrumentation. Dukas setzt das große Orchester – mit Holzbläsern, Blechbläsern, Harfe, Schlagwerk und Streichern – mit großem Gespür für Dynamik und rhythmische Prägnanz ein. Die Musik besitzt eine unverwechselbare Energie, die zwischen tänzerischer Leichtigkeit und bedrohlicher Wucht pendelt.

Innerhalb des schmalen, aber sorgfältig kuratierten Œuvres von Dukas nimmt „L'apprenti sorcier“ eine zentrale Stellung ein. Der Komponist war für seine strenge Selbstkritik bekannt und vernichtete einen Großteil seiner Werke – umso bedeutsamer erscheint dieses Stück als Zeugnis seines hohen Handwerks und seiner untrüglichen Klangphantasie.

„Das neue Orchesterstück von Herrn Dukas, „L'apprenti sorcier", ein Scherzo nach Goethe, wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Das Werk zeigt eine meisterhafte Hand in der Instrumentation und eine seltene Fähigkeit, musikalische Bilder zu entwerfen, die unmittelbar die Fantasie ansprechen.“
— Le Ménestrel, Nr. 19, 18. Mai 1897 (Rezension der Uraufführung unter Gustave Cortot, Paris)
Datum
18. Mai 1897
Ort
Paris, Salle du Nouveau-Théâtre (Société Nationale de Musique)
Dirigent
Paul Vidal
Orchester
Orchestre de la Société Nationale de Musique
„L'apprenti sorcier" basiert auf der gleichnamigen Ballade von Johann Wolfgang von Goethe und wurde von Dukas als Scherzo symphonique konzipiert. Die Uraufführung im Rahmen eines Konzerts der Société Nationale de Musique war ein sofortiger und durchschlagender Erfolg – das Werk wurde noch im selben Konzert wiederholt (da capo). Es machte Dukas schlagartig berühmt und gilt bis heute als sein bekanntestes Werk. Weltweite Berühmtheit erlangte das Stück erneut durch Walt Disneys Fantasia (1940), in dem Mickey Mouse die Rolle des Zauberlehrlings übernahm – Disney hatte Dukas persönlich um die Erlaubnis ersucht, die dieser gewährte. Dukas selbst war als äußerst selbstkritischer Komponist bekannt und vernichtete den Großteil seines Schaffens; „L'apprenti sorcier" gehört zu den wenigen Werken, deren Veröffentlichung er zuließ.

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-6592.00Partitur / Full score
1897, Durand, Paris
€ 29,80
BO-6592.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
1897, Durand, Paris
€ 59,80
BO-6592.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
1897, Durand, Paris
€ 190,00
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