Anton Bruckners Erste Sinfonie c-Moll entstand in den 1860er Jahren und markiert den eigentlichen Beginn seines sinfonischen Schaffens – jenes Werks, das ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der spätromantischen österreichischen Sinfonik machen sollte. Die Partitur zeigt bereits unverkennbare Züge der Brucknerschen Klangsprache: mächtige Steigerungswellen, orgelpunktartige Bässe und einen unverwechselbaren Sinn für monumentale Architektur.
Im Vergleich zu den späteren Sinfonien wirkt das Werk noch kantiger und drängender, mit rhythmischer Energie und einer gewissen Ungestümheit, die Bruckner selbst – soll es überliefert sein – als sein „keckes Beserl" bezeichnet haben soll. Die Erste steht damit an der Schwelle zwischen der klassisch-romantischen Tradition eines Schubert oder Schumann und dem ausgreifenden sinfonischen Denken, das Bruckner in den folgenden Jahrzehnten weiterentwickeln sollte.
Die hier vorliegende Edition von Robert Haas gilt als Versuch, eine ursprüngliche Textgestalt zu rekonstruieren und orientiert sich an frühen Quellen. Sie ist damit Teil der komplexen Editionsgeschichte, die Bruckners Sinfonien bis heute begleitet, und bietet einen wertvollen Einblick in den Entstehungsprozess dieses folgenreichen Erstlingswerks.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-6582.00 | Partitur / Full score Musikwissenschaftlicher Verlag, Leipzig, 1935 | € 59,80 | |
| BO-6582.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Musikwissenschaftlicher Verlag, Leipzig, 1935 | € 90,00 | |
| BO-6582.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 | € 295,00 | |
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| BO-6582.21 | Extra Str. Vl.1 | € 8,90 | |
| BO-6582.22 | Extra Str. Vl.2 | € 8,90 | |
| BO-6582.23 | Extra Str. Va. | € 8,90 | |
| BO-6582.24 | Extra Str. Vc. | € 8,90 | |
| BO-6582.25 | Extra Str. Bass | € 8,90 | |