Hector Berlioz schrieb die Ouvertüre „Le Roi Lear“ op. 4 im Jahr 1831, während seines Aufenthalts in Italien als Rompreisträger. Das Werk entstand unter dem Eindruck von Shakespeares gleichnamiger Tragödie und gehört zu jener Reihe von Konzertouvertüren, mit denen Berlioz die Gattung als eigenständige sinfonische Form neu definierte – programmatisch aufgeladen, aber nicht an eine Bühnenhandlung gebunden.
Klanglich bewegt sich die Ouvertüre im Spannungsfeld zwischen düsterer Erhabenheit und leidenschaftlicher Dramatik. Berlioz setzt die Orchesterfarben mit großer Plastizität ein: Streicher und Bläser werden als kontrastreiche Klangblöcke geführt, die Dramatik entfaltet sich in charakteristischen Tempokontrasten und unerwarteten harmonischen Wendungen. Die Partitur spiegelt den unverwechselbaren Stil des französischen Frühromantik – impulsiv, farbenreich und von einer fast theatralischen Expressivität geprägt.
Im Kontext der französischen Orchestermusik der 1830er Jahre nimmt das Werk eine Sonderstellung ein: Während die Opéra das musikalische Leben Frankreichs dominierte, schuf Berlioz mit solchen Ouvertüren einen eigenständigen sinfonischen Kosmos. „Le Roi Lear“ gilt als charakteristisches Beispiel seines frühen Orchesterstils und als Zeugnis seiner lebenslangen Faszination für Shakespeare.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-6587.00 | Partitur / Full score Breitkopf & Härtel, 1900 | € 32,80 | |
| BO-6587.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Breitkopf & Härtel, 1900 | € 65,00 | |
| BO-6587.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Breitkopf & Härtel, 1900 | € 140,00 | |
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| BO-6587.21 | Extra Str. Vl.1 | € 4,50 | |
| BO-6587.22 | Extra Str. Vl.2 | € 4,50 | |
| BO-6587.23 | Extra Str. Va. | € 4,50 | |
| BO-6587.24 | Extra Str. Vc. | € 4,50 | |
| BO-6587.25 | Extra Str. Bass | € 4,50 | |