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Kat. #BO-6587  ·  B-NOTE

Le Roi Lear Ouvertüre

König Lear
Opus
op.4, H.53
Entstehung
1831
Dauer
ca. 15:00 min
Erstverlag
Breitkopf & Härtel, 1900
Orchesterbesetzung
2D1.2.2.2/4.2.3.1/timp,str
Orchester
Großes Orchester

Hector Berlioz schrieb die Ouvertüre „Le Roi Lear“ op. 4 im Jahr 1831, während seines Aufenthalts in Italien als Rompreisträger. Das Werk entstand unter dem Eindruck von Shakespeares gleichnamiger Tragödie und gehört zu jener Reihe von Konzertouvertüren, mit denen Berlioz die Gattung als eigenständige sinfonische Form neu definierte – programmatisch aufgeladen, aber nicht an eine Bühnenhandlung gebunden.

Klanglich bewegt sich die Ouvertüre im Spannungsfeld zwischen düsterer Erhabenheit und leidenschaftlicher Dramatik. Berlioz setzt die Orchesterfarben mit großer Plastizität ein: Streicher und Bläser werden als kontrastreiche Klangblöcke geführt, die Dramatik entfaltet sich in charakteristischen Tempokontrasten und unerwarteten harmonischen Wendungen. Die Partitur spiegelt den unverwechselbaren Stil des französischen Frühromantik – impulsiv, farbenreich und von einer fast theatralischen Expressivität geprägt.

Im Kontext der französischen Orchestermusik der 1830er Jahre nimmt das Werk eine Sonderstellung ein: Während die Opéra das musikalische Leben Frankreichs dominierte, schuf Berlioz mit solchen Ouvertüren einen eigenständigen sinfonischen Kosmos. „Le Roi Lear“ gilt als charakteristisches Beispiel seines frühen Orchesterstils und als Zeugnis seiner lebenslangen Faszination für Shakespeare.

Datum
22. Dezember 1833
Ort
Paris, Salle du Conservatoire
Dirigent
Hector Berlioz
Orchester
Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire de Paris
Berlioz komponierte „Le Roi Lear" im Sommer 1831 während seines Aufenthalts in Nizza, wohin er auf dem Weg nach Rom geflüchtet war, um eine unglückliche Verlobung zu vergessen – eine der produktivsten Schaffensphasen seines Rompreisaufenthalts. Die Ouvertüre basiert auf Shakespeares Tragödie „König Lear" und entstand im selben kreativen Schub wie die Ouvertüre „Rob Roy". Die Uraufführung fand im Rahmen eines Konzerts statt, das Berlioz selbst dirigierte – was zu dieser Zeit keineswegs selbstverständlich war, da Komponisten selten eigene Konzerte leiteten. Das Werk wurde vom Pariser Publikum vergleichsweise kühl aufgenommen und verschwand für längere Zeit aus den Programmen.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-6587.00Partitur / Full score
Breitkopf & Härtel, 1900
€ 32,80
BO-6587.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
Breitkopf & Härtel, 1900
€ 65,00
BO-6587.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Breitkopf & Härtel, 1900
€ 140,00
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