Berlioz' „Harold en Italie" markiert einen Höhepunkt der französischen Programmmusik und zeigt den Komponisten auf dem Weg zu seiner charakteristischen orchestralen Klangsprache. Die Sinfonie mit obligater Solobratsche verbindet sinfonische Tradition mit romantischer Poetik und literarischer Inspiration durch Lord Byrons „Childe Harold's Pilgrimage". Berlioz entwickelt hier seine Technik der „idée fixe" weiter, die bereits in der „Symphonie fantastique" zentral war.
Die Solobratsche fungiert als klanglicher Protagonist und verleiht dem Werk eine besondere Melancholie und Intimität. Berlioz nutzt die warme, mittlere Klangregion des Instruments geschickt für lyrische Passagen und kontrastiert sie mit den brillanten Orchestertutties. Die Instrumentation zeigt bereits die für Berlioz typische Experimentierfreude und seinen innovativen Umgang mit Klangfarben.
Das Werk soll ursprünglich für Niccolò Paganini entstanden sein, der jedoch das fertige Stück ablehnte, da ihm die Solopartie zu wenig virtuos erschien. Die Komposition gilt als wichtiger Beitrag zur Gattung des romantischen Konzerts und zeigt Berlioz' Fähigkeit, literarische Inspiration in reine Musik zu transformieren, ohne dabei der sinfonischen Form Gewalt anzutun.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
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| BO-5791.00 | Partitur / Full score Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1910 | € 59,80 | |
| BO-5791.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1910 | € 95,00 | |
| BO-5791.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1910 | € 315,00 | |
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| BO-5791.21 | Extra Str. Vl.1 | € 9,80 | |
| BO-5791.22 | Extra Str. Vl.2 | € 9,80 | |
| BO-5791.23 | Extra Str. Va. | € 9,80 | |
| BO-5791.24 | Extra Str. Vc. | € 9,80 | |
| BO-5791.25 | Extra Str. Bass | € 9,80 | |