Bartóks erstes Violinkonzert entstand 1908 in einer Zeit des kompositorischen Aufbruchs, als der junge ungarische Komponist gemeinsam mit Kodály die Volksmusik seiner Heimat zu erforschen begann. Das Werk steht am Übergang zwischen spätromantischer Tradition und Bartóks späterer, von der Folklore geprägter Tonsprache. Die orchestrale Faktur zeigt noch deutliche Einflüsse der deutschen und französischen Spätromantik, während bereits charakteristische harmonische Wendungen Bartóks individuellen Stil ankündigen.
Die Komposition soll ursprünglich als Liebeserklärung an die Violinistin Stefi Geyer konzipiert worden sein, was möglicherweise die lyrische Intensität und emotionale Unmittelbarkeit des Werks erklärt. Im Gegensatz zum bekannteren zweiten Violinkonzert von 1938 verzichtet Bartók hier noch weitgehend auf folkloristische Elemente und bevorzugt eine eher introspektive, schwermütige Grundhaltung.
Das Konzert blieb jahrzehntelang unaufgeführt und wurde erst 1958, elf Jahre nach Bartóks Tod, uraufgeführt. Es gilt heute als wichtiges Zeugnis von Bartóks früher Schaffensperiode und verdeutlicht seinen Weg von der europäischen Kunstmusiktradition hin zu einer eigenständigen, national gefärbten Musiksprache.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-4232.00 | Partitur / Full score Boosey & Hawkes, London, 1959 | € 36,80 | |
| BO-4232.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Boosey & Hawkes, London, 1959 | € 85,00 | |
| BO-4232.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Boosey & Hawkes, London, 1959 | € 215,00 | |
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| BO-4232.21 | Extra Str. Vl.1 | € 6,40 | |
| BO-4232.22 | Extra Str. Vl.2 | € 6,40 | |
| BO-4232.23 | Extra Str. Va. | € 6,40 | |
| BO-4232.24 | Extra Str. Vc. | € 6,40 | |
| BO-4232.25 | Extra Str. Bass | € 6,40 | |