Bartóks drittes und letztes Klavierkonzert entstand 1945, kurz vor dem Tod des Komponisten im amerikanischen Exil. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Klavierkonzerten zeigt sich hier eine bemerkenswerte stilistische Wandlung: Die aggressive Härte und rhythmische Kompromisslosigkeit der früheren Werke weicht einer versöhnlicheren, lyrisch geprägten Tonsprache. Das Werk gilt als Bartóks emotionales Vermächtnis und soll seine Sehnsucht nach der verlorenen Heimat widerspiegeln.
Die Klangsprache verbindet meisterhaft ungarische Volksmusiktraditionen mit den harmonischen Errungenschaften der frühen Moderne. Bartók verzichtet weitgehend auf die perkussive Behandlung des Klaviers, die seine mittlere Schaffensperiode prägte, zugunsten einer kammermusikalisch durchsichtigen Textur zwischen Solist und Orchester.
Das in E-Dur stehende Konzert markiert auch eine Rückkehr zu klareren tonalen Strukturen, ohne dabei Bartóks charakteristische harmonische Sprache aufzugeben. Die Orchestrierung zeigt eine subtile Farbpalette, die den Dialog zwischen Klavier und Ensemble in den Vordergrund stellt. Das Werk blieb bei Bartóks Tod unvollendet – die letzten siebzehn Takte instrumentierte sein Schüler Tibor Serly nach den erhaltenen Skizzen.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-4231.00 | Partitur / Full score Boosey & Hawkes, London, 1947 | € 39,80 | |
| BO-4231.01 | Großpartitur / Conductor's score (A3) Boosey & Hawkes, London, 1947 | € 95,00 | |
| BO-4231.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 Boosey & Hawkes, London, 1947 | € 249,00 | |
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| BO-4231.21 | Extra Str. Vl.1 | € 7,50 | |
| BO-4231.22 | Extra Str. Vl.2 | € 7,50 | |
| BO-4231.23 | Extra Str. Va. | € 7,50 | |
| BO-4231.24 | Extra Str. Vc. | € 7,50 | |
| BO-4231.25 | Extra Str. Bass | € 7,50 | |