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Kat. #BO-6667  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
TSCHAIKOWSKI, Peter Ilitsch

Sinfonie Nr. 6 „Pathetique“

B-Note sagt:„Der Beiname Pathétique verweist auf den leidenschaftlichen, zutiefst menschlichen Charakter dieser Musik – ein Begriff, den Tschaikowski und sein Bruder kurz vor dem Tod Peters wählten.“
Opus
op.74 / TH 30
Tonart
h-Moll
Entstehung
1893
Dauer
ca. 48:00 min
Erstverlag
Breitkopf & Härtel, Leipzig
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Breitkopf PB 4959
Kalmus A2192
Luck's Music 13635
Orchesterbesetzung
3D1.2.2.2 / 4.2.3.1 / timp, perc, str [Perc: cymbals, bass drum, tam-tam (ad lib.)] i
Holzbläser
Flöten3D1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · str [Perc: cymbals · bass drum · tam-tam (ad lib.)]
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Tschaikowskis Sechste Sinfonie h-Moll op. 74 entstand im Jahr 1893 und gilt als der persönlichste und dunkelste Ausdruck seines sinfonischen Schaffens. Das Werk steht am Ende einer langen Tradition der russischen Romantik und vereint in seiner Klangsprache spätromantische Harmonik mit einer unvergleichlichen emotionalen Unmittelbarkeit. Der Beiname „Pathétique" – der auf den Komponisten selbst zurückgehen soll – verweist auf den leidenschaftlichen, zutiefst menschlichen Charakter der Musik.

Die Partitur verlangt ein großes Orchester mit dreifacher Holzbläserbesetzung, vier Hörnern sowie Pauken und Schlagwerk, darunter Becken, große Trommel und ad libitum ein Tam-Tam. Diese Klangmittel setzt Tschaikowski mit größter Sorgfalt ein: Zwischen elementaren Ausbrüchen und fragiler Zartheit entfaltet sich eine Musik von außergewöhnlicher psychologischer Tiefe.

Die Sinfonie gilt als Schlüsselwerk der russischen Spätromantik und markiert zugleich einen Höhepunkt der europäischen Sinfonik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Tschaikowski soll das Werk wenige Tage nach seiner Uraufführung verloren haben – er starb noch im Oktober desselben Jahres. Ob die Sinfonie als künstlerisches Testament zu verstehen ist, bleibt offen, verleiht ihr aber bis heute eine besondere Aura des Abschlusses und der Unausweichlichkeit.

„Ich lege mein ganzes Herz in diese Sinfonie. Ohne Übertreibung kann ich sagen, dass sie das Beste ist, was ich je geschrieben habe – und sie ist das Beste meines ganzen Lebens.“
— Tschaikowski, Brief an seinen Neffen Wladimir Dawidow, 11./23. Februar 1893; ediert in: P. I. Tschaikowski, Polnoje sobranije sočinenij – Literaturnye proizvedenija i perepiska, Bd. 17, Moskau 1981
„Ich bin sehr stolz auf diese Sinfonie, und ich glaube, sie ist nicht wie meine übrigen Werke. Doch darüber werde ich später reden – wenn Sie sie gehört haben.“
— Tschaikowski, Brief an seinen Verleger Pjotr Jurgenson, Oktober 1893 (kurz vor der Uraufführung am 28. Oktober 1893 in St. Petersburg); ediert in: P. I. Tschaikowski, Perepiska s P. I. Jurgenson, Bd. 2, Moskau 1952
Datum
28. Oktober 1893
Ort
Sankt Petersburg, Russisches Kaiserliches Musikkonservatorium (Großer Saal)
Dirigent
Peter Iljitsch Tschaikowski
Orchester
Orchester der Russischen Musikalischen Gesellschaft (Sankt Petersburg)
Tschaikowski dirigierte die Uraufführung seiner „Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74" selbst am 28. Oktober 1893 (16. Oktober nach dem julianischen Kalender) in Sankt Petersburg. Nur neun Tage später, am 6. November 1893, starb er unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen – offiziell an Cholera. Der Beifall nach der Uraufführung war verhalten; Tschaikowski selbst soll unsicher über die Wirkung des Werkes gewesen sein. Erst nach seinem Tod wurde die Sinfonie unter ihrem Beinamen „Pathétique", den sein Bruder Modest vorschlug, zum Welterfolg und als musikalisches Vermächtnis des Komponisten gedeutet. Der ungewöhnliche Finalsatz – ein langsames, in Resignation versinkende Adagio lamentoso statt eines triumphalen Finales – wurde posthum vielfach als bewusster Abschied vom Leben interpretiert.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Ebenfalls 1893 uraufgeführt

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