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Kat. #BO-5082  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise

Parade

Ballet realiste für Orchester
B-Note sagt:„Saties Ballett Parade integriert als erstes Orchesterwerk Alltagsgeräusche wie Schreibmaschine und Sirenen in die Partitur.“
Entstehung
1917
Dauer
ca. 15:00 min
Erstverlag
Rouart, Lerolle & Cie., Paris, 1917
Orchesterbesetzung
3.3.3.2 / 2.3.3.1 / timp, perc, hp, org, str | Perc.: timpani, triangle, snare drum, side drum, cymbals, bass drum, 2 sirens (high and low), typewriter, tam-tam, tambourine, pistol, lottery wheel, slapstick, "flaques sonores", xylophone, bottlephone i
Holzbläser
Flöten3
Oboen3
Klarinetten3
Fagotte2
Blechbläser
Hörner2
Trompeten3
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · hp Harfe · org Orgel · str | Perc.: timpani · triangle · snare drum · side drum · cymbals · bass drum · 2 sirens (high and low) · typewriter · tam-tam · tambourine · pistol · lottery wheel · slapstick · "flaques sonores" · xylophone · bottlephone
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  • Choral
  • Prelude du Rideau Rouge
  • I. Prestidigitateur Chinois
  • II. Petite Fille Americaine
  • Rag-Time du Paquebot
  • III. Acrobates
  • Final
  • Suite au Prelude du Rideau Rouge

Erik Saties „Parade" entstand 1917 als revolutionäres Gemeinschaftswerk mit Jean Cocteau, Pablo Picasso und Léonide Massine für Sergej Diaghilevs Ballets Russes. Das Werk verkörpert Saties ästhetische Grundsätze einer neuen, anti-romantischen Musik und gilt als wegweisend für die französische Moderne. Die Partitur integriert erstmals Alltagsgeräusche wie Schreibmaschine, Sirenen und Revolverschüsse in ein Orchesterwerk und sprengt damit bewusst die Grenzen zwischen Kunst und Leben.

Musikalisch verbindet Satie verschiedene populäre Stilrichtungen seiner Zeit – von Ragtime bis zu Jahrmarktmusik – mit seiner charakteristischen harmonischen Reduktion. Die klare, anti-impressionistische Klangsprache verzichtet auf romantische Überhöhung und setzt stattdessen auf pointierte Einfachheit und ironische Brechungen. Diese ästhetische Haltung sollte die nachfolgende Generation französischer Komponisten, insbesondere die Groupe des Six, nachhaltig prägen.

„Parade" gilt als Manifest der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und soll bei der Pariser Uraufführung für Skandal gesorgt haben. Das Werk etablierte Satie endgültig als zentrale Figur der französischen Moderne, die mit ihrer kompromisslosen Modernität neue Wege jenseits von Wagnerianismus und Impressionismus aufzeigte.

„Parade war das erste kubistische Ballett, das erste Werk, in dem die ästhetischen Ideen der neuen Malerei auf die Musik übertragen wurden.“
— Jean Cocteau, 'Le Rappel à l'ordre' (1926)
„Das Publikum war empört. Man hörte Schreie wie 'Nieder mit Wagner!' und 'Nieder mit den Deutschen!' - obwohl keiner der Beteiligten Deutscher war.“
— Zeitgenössische Berichte über die Uraufführung, dokumentiert in 'Le Figaro', Mai 1917
Datum
18. Mai 1917
Ort
Paris, Théâtre du Châtelet
Dirigent
Ernest Ansermet
Orchester
Ballets Russes
Die Uraufführung war ein Skandal und führte zu Tumulten im Publikum. Das Ballett war eine Zusammenarbeit zwischen Satie (Musik), Jean Cocteau (Libretto), Pablo Picasso (Bühnenbild und Kostüme) und Léonide Massine (Choreographie). Satie verwendete unkonventionelle 'Instrumente' wie Schreibmaschinen, Sirenen und Pistolenschüsse. Die Aufführung gilt als Meilenstein der modernen Kunst und des Surrealismus.

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-5082.00Partitur / Full score
Rouart, Lerolle & Cie., Paris, 1917
€ 22,80
BO-5082.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
Rouart, Lerolle & Cie., Paris, 1917
€ 135,00
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