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Kat. #BO-6589  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
ROUSSEL, Albert

Le festin de l'araignée

Fragments symphoniques
B-Note sagt:„Im Garten der Spinne erwacht ein Kosmos aus Insektentanz, stillem Vergehen und unwirklicher Orchesterpoesie.“
Opus
op.17, L.19
Entstehung
1912-13
Dauer
ca. 15:30 min
Erstverlag
1913, Durand, Paris
Orchesterbesetzung
2D1.2D1.2.2 / 2.2.0.0 / timp, perc, hp, cel, str i
Holzbläser
Flöten2D1
Oboen2D1
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner2
Trompeten2
Posaunen0
Tuba0
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · hp Harfe · cel Celesta · str Streicher
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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1. Prélude
2. Entrée des fourmis
3. Danse du Papillon
4. Eclosion et danse de l'Éphémère
5. Funérailles de Éphémère
6. La nuit tombe sur le jardin solitaire

Albert Roussels „Le festin de l'araignée“ (Das Fest der Spinne) entstand 1912–13 als Ballettmusik und liegt hier in der Fassung als symphonische Fragmente vor. Das Werk gehört in den Kontext des französischen Impressionismus, geht jedoch mit seiner rhythmischen Schärfe und harmonischen Herbe spürbar über die klangliche Welt Debussys hinaus. Roussel, der vor seiner Musikerlaufbahn Marineoffizier war und zeitlebens eine Vorliebe für naturhafte und exotische Sujets pflegte, findet hier eine unverwechselbare Tonsprache.

Die Partitur beschwört in faszinierender Miniaturmalerei das Leben eines Gartens – Insekten, Tanz und stilles Vergehen. Der Orchesterklang ist zart und präzise zugleich: Harfe, Celesta und differenziert geführte Streicher erzeugen atmosphärische Transparenz, während Holzbläser und Schlagwerk pointierte Akzente setzen. Die Musik atmet impressionistische Farbigkeit, zeigt aber bereits jene neoklassizistischen Konturen, die Roussels späteres Schaffen kennzeichnen sollten.

„Le festin de l'araignée“ gilt als eines der zugänglichsten und gleichzeitig charakteristischsten Werke Roussels – ein Meisterstück französischer Orchesterkunst der frühen Moderne, das Eleganz und Naturpoesie mit einer unaufdringlichen kompositorischen Strenge verbindet.

Datum
3. April 1913
Ort
Paris, Théâtre des Arts
Dirigent
Pierre de Bréville
Orchester
Orchester des Théâtre des Arts
„Le festin de l'araignée" entstand ursprünglich als Ballettmusik zu einem gleichnamigen Ballett nach einem Szenarium des Schriftstellers Gilbert de Voisins, das von einer Spinne handelt, die ein Festmahl aus gefangenen Insekten bereitet, bis sie selbst von einer Gottesanbeterin getötet wird. Roussel bearbeitete die Partitur kurz darauf zu einer konzertanten Orchestersuite (op. 17), die bis heute weit häufiger aufgeführt wird als das vollständige Ballett. Die Uraufführung in der Ballettfassung fand im Théâtre des Arts in Paris statt, das unter der Leitung von Jacques Rouché zu einem wichtigen Förderer neuer französischer Bühnenwerke geworden war.

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-6589.00Partitur / Full score
1913, Durand, Paris
€ 34,80
BO-6589.01Großpartitur / Conductor's score (A3)
1913, Durand, Paris
€ 65,00
BO-6589.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
1913, Durand, Paris
€ 172,00
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