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Kat. #BO-7351  ·  Serenissima Music Inc. Distribution: B-NOTE
Ausgaben & Preise
Ravel, Joseph-Maurice

Le Tombeau de Couperin (NCPE. Nieweg, Bradburd)

B-Note sagt:„Einzelne Sätze sind Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmet – Ravel kleidet Trauer in stilisierte Grazie und formale Klarheit.“
Opus
M.90
Entstehung
1919
Dauer
ca. 17:00 min
Erstverlag
Durand, Paris, 1919
Reprintverlag
Serenissima Music, Edwardsville, 1995
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Durand 9794
Kalmus A8064
Luck's Music 09297
Orchesterbesetzung
2d1.2d1.2.2 / 2.1.0.0 / hp i
Holzbläser
Flöten2d1
Oboen2d1
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner2
Trompeten1
Posaunen0
Tuba0
Außerdem hp Harfe
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Maurice Ravels „Le Tombeau de Couperin“ entstand 1919 als Orchesterfassung einer zuvor für Klavier komponierten Suite. Das Werk gehört zu den feinsten Zeugnissen des französischen Neoklassizismus: Ravel greift auf die Formen und den Geist der Barockmusik – namentlich des großen französischen Cembalomeisters François Couperin – zurück und bricht sie durch seine unverwechselbare harmonische Raffinesse und impressionistische Klangkultur.

Die Orchesterversion zeichnet sich durch kammermusikalische Transparenz und eine ungemein präzise Instrumentation aus. Ravel setzt ein kleines Ensemble ein, in dem Holzbläser und Harfe eine tragende Rolle übernehmen, während der Streicherapparat schlank gehalten ist. Diese Besetzung verleiht dem Werk eine luzide, fast zerbrechliche Textur, die dem barocken Vorbild in ihrer Klarheit entspricht, ohne es je zu kopieren.

„Le Tombeau de Couperin“ entstand in einer Zeit tiefer persönlicher Erschütterung: Mehrere Sätze der Klavierfassung sind Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmet. Dass das Werk dennoch – oder gerade deshalb – in elegantem Gleichmut und stilisierter Grazie verbleibt, gilt als charakteristisch für Ravels Haltung, Trauer in formale Schönheit zu verwandeln. Das Stück steht damit exemplarisch für die französische Musik der frühen Moderne zwischen Tradition und Erneuerung.

„Jeder Satz von „Le Tombeau de Couperin" ist dem Andenken eines im Krieg gefallenen Freundes gewidmet. Ich sage wohl: eines Freundes – und doch ist es vielleicht weniger eine Hommage an den Einzelnen als an den französischen Geist selbst.“
— Maurice Ravel, in: Ravel in his own Words (hrsg. von Arbie Orenstein, Letters, Articles, Interviews, 1990), dokumentiertes Interview mit The Musical Digest, 1928
„„Le Tombeau de Couperin" ist nicht so sehr eine Hommage an Couperin allein, sondern an die gesamte französische Musik des achtzehnten Jahrhunderts.“
— Maurice Ravel, zitiert in: Roland-Manuel, „À la gloire de Ravel" (1938), autorisierte Biografie, gestützt auf persönliche Gespräche mit dem Komponisten
Datum
28. Februar 1920
Ort
Paris, Salle Gaveau
Dirigent
Rhené-Baton (René Emmanuel Baton)
Orchester
Concerts Pasdeloup
Die Orchesterfassung von „Le Tombeau de Couperin" entstand 1919 aus der gleichnamigen Klaviersuite (1914–1917), wobei Ravel nur vier der sechs Sätze orchestrierte: Prélude, Forlane, Menuet und Rigaudon. Jeder Satz der Klavierfassung war ursprünglich einem im Ersten Weltkrieg gefallenen Freund Ravels gewidmet – die Orchesterfassung trägt diesen Gedenkcharakter damit weiter, was den Titel „Tombeau" (Grabmal, Gedenkstück) in seiner doppelten Bedeutung unterstreicht: als Hommage an den Barockkomponisten François Couperin wie auch als persönliches Gefallenengedenken.

Verfügbare Ausgaben

Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
SER-12177.00Partitur / Full score
Durand, Paris, 1919
€ 48,00
SER-12184.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 4.4.3.2.2
Durand, Paris, 1919
€ 155,00
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SER-12184.12Harmoniestimmen / Wind parts
Durand, Paris, 1919
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