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Horatio William Parker (1863–1919) zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Komponisten der späten Romantik. Als Schüler von Joseph Rheinberger in München geprägt, verband er die Tradition der deutschen Spätromantik mit den Ambitionen einer sich formierenden amerikanischen Kunstmusik. Das Orgelkonzert es-Moll op. 55, entstanden 1902, ist eines der wenigen groß angelegten Solokonzerte für Orgel und Orchester aus jener Epoche und spiegelt Parkers tiefe Verwurzelung in der kirchenmusikalischen Tradition wider.
Die Klangsprache des Werks ist von dunkel gefärbter Harmonik und einer gewissen feierlichen Ernsthaftigkeit geprägt. Die Kombination aus Orgel und Kammerorchester – Blechbläser, Pauken und Streicher, ohne Holzbläser – erzeugt eine klangliche Dichte, die eher an sakrale Atmosphären als an brillantes Virtuosentum erinnert. Parker nutzt die Orgel nicht als bloßes Schauinstrument, sondern als gleichberechtigte Stimme im kammermusikalisch durchgearbeiteten Satz.
Das Werk entstand in einer Zeit, als amerikanische Komponisten intensiv um eine eigenständige Kunstmusik rangen, sich dabei jedoch noch stark an europäischen Vorbildern orientierten. Op. 55 gilt in diesem Kontext als repräsentatives Beispiel für den gebildeten, akademisch geprägten Stil der amerikanischen Spätromantik um 1900.
| Artikel-Nr. | Bezeichnung | Preis (inkl. 7% MwSt.) | |
|---|---|---|---|
| BO-6647.00 | Partitur / Full score | € 49,80 | |
| BO-6647.10 | Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2 | € 235,00 | |
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| BO-6647.21 | Extra Str. Vl.1 | € 7,50 | |
| BO-6647.22 | Extra Str. Vl.2 | € 7,50 | |
| BO-6647.23 | Extra Str. Va. | € 7,50 | |
| BO-6647.24 | Extra Str. Vc. | € 7,50 | |
| BO-6647.25 | Extra Str. Bass | € 7,50 | |
| BO-6647.20 | Solostimme | € 22,80 | |