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Kat. #BO-7404  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Nielsen, Carl

Sinfonie Nr. 5

Originalfassung 1926
B-Note sagt:„Mit herbem Klang und elementarer Energie nimmt die Sinfonie eine singuläre Stellung in der dänischen Musiktradition ein.“
Opus
op.50 /CNW 29
Entstehung
1921–1922
Dauer
ca. 39:00 min
Erstverlag
Skandinavisk Musikforlag, Kopenhagen, 1950
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
SM 4552
Kalmus A5659
Luck's Music 09020
Orchesterbesetzung
3d1.2.2.2 / 4.3.3.1 / timp, perc, cel, str i
Holzbläser
Flöten3d1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten3
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · perc Schlagwerk · cel Celesta · str Streicher
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Sinfonie in zwei Sätzen

I. Tempo giusto - Adagio
II. Allegro - Presto - Andante poco tranquillo

Carl Nielsens Fünfte Sinfonie op. 50 entstand in den Jahren 1921 bis 1922 und gilt als eines der bedeutendsten Werke der skandinavischen Sinfonik des frühen 20. Jahrhunderts. Sie steht im Zentrum von Nielsens sinfonischem Schaffen und markiert einen Höhepunkt seiner reifen Tonsprache – einer Sprache, die trotz ihrer Verwurzelung in der Spätromantik weit über diese hinausweist.

Das Werk ist geprägt von einem unnachgiebigen Gestaltungswillen und einer eigentümlichen Spannung zwischen destruktiven und konstruktiven Kräften. Nielsens Klangsprache ist herb, kompromisslos und von einer elementaren Energie durchzogen, die sich von der gleichzeitigen deutschen Spätromantik ebenso unterscheidet wie vom französischen Impressionismus. In der dänischen Musiktradition nimmt dieses Werk eine singuläre Stellung ein.

Die Besetzung – mit drei Holzbläsern, Blechbläsern, Pauken, erweitertem Schlagzeug, Celesta und Streichern – erlaubt Nielsen ein breites dynamisches und klangfarbliches Spektrum. Die Partitur soll mit ihrer schroffen Kontrastreiche das zeitgenössische Publikum herausgefordert haben. Heute gilt die Fünfte als eines der kühnsten sinfonischen Zeugnisse ihrer Epoche, das Nielsens Rang als eigenständige Stimme im europäischen Konzertleben des frühen 20. Jahrhunderts eindrücklich bestätigt.

„Das Werk kreist um den Kampf zwischen dem Dunklen und Lebendigen, zwischen den Kräften, die das Leben zerstören wollen, und dem Willen, der sich behauptet. Ich wollte darstellen, wie das Böse, das Inerte und das Leblose immer wieder hereinbrechen und wie das Leben sich trotzdem durchsetzt.“
— Carl Nielsen, dokumentierte Äußerungen zur Entstehung der „Sinfonie Nr. 5", zitiert nach Robert Simpson: „Carl Nielsen, Symphonist", J. M. Dent & Sons, London 1952, S. 90 f.
Datum
24. Januar 1922
Ort
Kopenhagen, Musikforeningen (Konzerthalle)
Dirigent
Carl Nielsen
Orchester
Det Kongelige Kapel (Dänisches Königliches Orchester)
Nielsen dirigierte die Uraufführung seiner „Sinfonie Nr. 5" selbst und stellte damit ein Werk vor, das im Zeichen der Auseinandersetzung zwischen destruktiven und konstruktiven Kräften steht. Berühmt ist die Stelle im ersten Satz, an der der Soloschlagzeuger angewiesen wird, nach eigenem Ermessen eine Kleine Trommel zu schlagen und damit das Orchestergeschehen zu „stören" – eine der radikalsten Vorschriften in der Sinfonik des frühen 20. Jahrhunderts. Die Sinfonie gilt heute als Hauptwerk Nielsens und wurde in unmittelbarer Nachwirkung des Ersten Weltkriegs komponiert, was ihre Thematik von Chaos und Ordnung historisch einbettet.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Ebenfalls 1922 uraufgeführt

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
BO-7404.00Partitur / Full score
€ 54,80
BO-7404.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
€ 300,00
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