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Kat. #BO-6634  ·  B-NOTE
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MAHLER, Gustav

Sinfonie Nr. 2 ’Auferstehung’

für Chor und Orchester (späte Fassung 1895)
B-Note sagt:„An der Schwelle zur Moderne verbindet die Zweite Sinfonie die Tradition Beethovens und Bruckners mit Mahlers eigenem Klangdenken.“
Opus
GMW 30
Tonart
c-Moll
Entstehung
1888-1894
Erstverlag
1910, Universal Edition, Wien
Orchesterbesetzung
4D4.4D2.3D1+2Eb.4D2 / 10.10.4.1 / 3 timp, perc, 2hp, org, banda timp, str, SA soli, SATB chs i
Holzbläser
Flöten4D4
Oboen4D2
Klarinetten3D1+2Eb
Fagotte4D2
Blechbläser
Hörner10
Trompeten10
Posaunen4
Tuba1
Außerdem 3 timp 3 × Pauken · perc Schlagwerk · 2hp 2 × Harfe · org Orgel · banda timp · str Streicher · SA soli · SATB chs
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
Textsprache
Deutsch
Chor
Chor SATB
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Gustav Mahlers Zweite Sinfonie entstand zwischen 1888 und 1894 und gehört zu den monumentalsten Werken der spätromantischen Orchesterliteratur. Als Schlüsselwerk der österreichisch-deutschen Sinfonik an der Schwelle zur Moderne verbindet sie die Tradition Beethovens und Bruckners mit Mahlers eigenem, unverwechselbaren Ton: einer Klangsprache, die zwischen kosmischer Erhabenheit und innigster Kammermusik pendelt, zwischen Volkstonseligkeit und schroffem Abgrund.

Die Besetzung ist außergewöhnlich: Ein riesiger Orchesterapparat mit erweitertem Blechbläsersatz, mehrfach besetzten Holzbläsern, Orgel, zwei Harfen, umfangreichem Schlagwerk sowie einer Fernkapelle vereint sich mit Sopran- und Alt-Solo sowie vollem gemischtem Chor. Diese klanglichen Mittel setzt Mahler nicht zur bloßen Prachtentfaltung ein, sondern als Ausdrucksträger einer existenziellen Frage nach Tod und Auferstehung. Die Partitur ist geprägt von extremen Dynamikkontrasten, unvermittelten Stimmungswechseln und einer thematischen Arbeit, die motivische Keime über gewaltige Zeiträume hinweg entfaltet.

Mit dem Schlusssatz, der den Choral der Auferstehung in überwältigender Steigerung gipfeln lässt, schuf Mahler ein Werk, das den Hörer emotional wie philosophisch in die Tiefe zieht – und das die Gattung Sinfonie unwiderruflich verändert hat.

„Die große Frage, die sich durch alle Sinfonien zieht, ist diese: Wozu hast du gelebt? Wozu hast du gelitten? Ist das alles nur ein großer, grausamer Spaß? – Das müssen wir irgendwie beantworten, wenn wir weiterleben sollen.“
— Mahler, Brief an den Dirigenten und Freund Max Marschalk, März 1896; zitiert u. a. in: Henry-Louis de La Grange, „Gustav Mahler", Bd. 1 (1979)
„Ich nenne den ersten Satz „Totenfeier" und beerdige darin den Helden meiner „Ersten Sinfonie". Die Frage wird aufgeworfen: Ist das Leben es wert, gelebt zu werden? Und die Antwort kommt im letzten Satz.“
— Mahler, Brief an den Dirigenten und Musikschriftsteller Arthur Seidl, 17. Februar 1897; zitiert in: Gustav Mahler, „Briefe 1879–1911", hrsg. von Alma Mahler (1924)
Datum
13. Dezember 1895
Ort
Berlin, Berliner Philharmonie (Philharmonischer Saal)
Dirigent
Gustav Mahler
Orchester
Berliner Philharmoniker
Die Uraufführung der vollständigen Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehung" fand am 13. Dezember 1895 in Berlin statt und wurde von Mahler selbst dirigiert. Dem Konzert vorausgegangen war am 4. März 1895, ebenfalls in Berlin, eine Teilaufführung der ersten drei Sätze unter Hans von Bülow – allerdings noch ohne die Finalsätze. Der entscheidende Impuls für den Schluss des Werks, den berühmten Chorsatz nach Friedrich Gottlieb Klopstocks Ode „Aufersteh'n", kam Mahler nach eigener Überlieferung bei Hans von Bülows Trauerfeier im März 1894: Als dort Klopstocks Hymne erklang, fand er den Schlüssel zum Finale seiner Sinfonie. Die Uraufführung 1895 wurde ein großer Publikumserfolg und gilt als Mahlers erster bedeutender Durchbruch als Komponist.

Die Uraufführung dirigierte der Komponist selbst.

Ebenfalls 1895 uraufgeführt

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