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Kat. #BO-6690  ·  B-NOTE Neuausgabe
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Glasunow, Alexander

Walzer aus „Chopiniana“

B-Note sagt:„Als Ballettmusik zu Les Sylphides entstanden, hat sich der melancholisch lächelnde Walzer bis heute als Konzertrepertoire behauptet – in leichteren Programmen ebenso wie als Schlusspunkt eines Abends.“
Opus
op.52/4
Tonart
d-Moll
Entstehung
1893–1894
Dauer
ca. 4 min
Verlag
B-Note Musikverlag, 2997
Orchesterbesetzung
2+1.2.2.2 / 4.0.0.0 / timp, trg, hrp, str i
Holzbläser
Flöten2+1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten0
Posaunen0
Tuba0
Außerdem timp Pauken · trg · hrp · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
Orchester
Großes Orchester
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Diesen melancholischen Walzer, einer der bekanntesten von Chopin, fügte Glasunow erst nachträglich in seine "Chopiniana-Suite" ein, die er als Ballettmusik zu "Les Sylphides" geschrieben hatte. Die Bearbeitung ist kongenial und wurde schnell zum bekanntesten der fünf Stücke und wird bis heute gern als Zugabe oder in leichtfüßigeren Orchesterprogrammen aufgeführt.

Alexander Glasunow gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der spätromantischen russischen Schultradition, die das orchestrale Erbe Rimski-Korsakows mit westeuropäischen Einflüssen verband. Seine Tonsprache ist geprägt von sattem Orchesterklang, melodischer Wärme und handwerklicher Meisterschaft – Eigenschaften, die ihn zu einem geschätzten Brückenbauer zwischen den Nationalschulen seiner Epoche machten.

Den melancholischen Walzer in d-Moll, einer der bekanntesten unter Chopins Klavierwerken, fügte Glasunow nachträglich in seine Chopiniana-Suite ein, die er als Ballettmusik für Les Sylphides geschrieben hatte. Die Orchestrierung ist kongenial: Glasunow bewahrt den elegischen, traumverlorenen Charakter des Originals und kleidet ihn in einen transparenten, fließenden Orchesterklang, der Chopins idiomatische Klaviersprache überzeugend ins Sinfonische überträgt. Harfe und Streicher tragen dabei besonders zur schwebenden, leichtfüßigen Atmosphäre bei.

Das Stück wurde schnell zum bekanntesten der fünf Sätze der Suite und hat sich bis heute in der Konzertpraxis behauptet – als eleganter Schlusspunkt eines Abends oder als Glanzstück in leichteren Orchesterprogrammen. Es steht exemplarisch für Glasunows Fähigkeit, fremde Idiome mit stilsicherem Gespür in die Orchestersprache seiner Zeit zu übersetzen.

Ort
Sankt Petersburg
Glasunows „Chopiniana" op. 52 ist eine Orchestersuite, die vier Klavierstücke Frédéric Chopins in Orchestergewand kleidet: eine Polonaise (op. 40 Nr. 1), eine Nocturne (op. 15 Nr. 1), eine Mazurka (op. 67 Nr. 3) und den berühmten Walzer (op. 70 Nr. 1). Die Suite entstand 1893–1894 und wurde von Glasunow selbst orchestriert. Der Walzer als vierter Satz erlangte weit größere Bekanntheit als die übrigen Teile, als Michel Fokine 1907 für das Mariinski-Theater ein Ballett unter dem Titel „Chopiniana" choreografierte, das später unter dem Namen „Les Sylphides" weltberühmt wurde – allerdings mit einer völlig neu zusammengestellten Auswahl von Chopin-Stücken, orchestriert von Glasunow und anderen. Zur Uraufführung der Orchestersuite op. 52 als Ganzes bzw. speziell des vierten Satzes (Walzer) sind in den gängigen Quellen (Grove, IMSLP, Werkverzeichnisse) keine gesicherten Einzeldaten überliefert.

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