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Kat. #BO-6656  ·  B-NOTE Neuausgabe
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Gershwin, George

Cuban Overture (Urtext)

Rumba für Orchester
B-Note sagt:„Eine Havanna-Reise von 1932 und jahrelange Beschäftigung mit dem Rumba verdichten sich in diesem sprühenden und mitreißenden Orchesterstück.“
Entstehung
1932
Dauer
ca. 10:30 min
Verlag
B-Note Musikverlag, 2015
Orchesterbesetzung
3(2+1)3 (2+1) 3(2+1) 3 (2+1) / 4.3.3.1. / Timp 6 perc. Xylo/Glock. Sn.Dr./Bass Dr. Cymb. Wood Blk. Claves Guiro Maracas. Bongos Str
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Die Cuban Overture, sagen viele Gershwin-Biografien, wurde von den musikalischen Eindrücken inspiriert, die Gershwin auf seiner Havanna-Reise im Februar 1932 einfing. Das ist nicht wirklich falsch – aber auch nicht die ganze Wahrheit: Die Reise nach Kuba mag letztlich der Anlass zur Komposition gewesen sein, aber nicht der eigentliche Grund. Schon lange vorher war Gershwin von der Rumba-basierten Musik des Inselstaats fasziniert. Seitdem der kubanische Straßenschlager „The Peanut Vendor“ Ende der 1920er Jahre auch in den USA eingeschlagen war, war kubanische Musik ein Renner in der Unterhaltungsmusik.

Auch Gershwin war begeistert. Die kubanischen Konzerte des Bandleaders Xavier Cugat im feinen New Yorker Waldorf Astoria besuchte er gern. Cugat erinnerte sich später: „Deep in thought, Gershwin would listen to my band as if he were making mental notes, which indeed he was.“ Mehrmals lud Gershwin Cugats Band in sein Appartement in Manhattan ein. Bei diesen Jam-Sessions saß er natürlich selbst am Klavier.

George Gershwin schrieb seine Cuban Overture im Sommer 1932, inspiriert von der kubanischen Musikkultur, mit der er sich bereits seit Ende der 1920er Jahre intensiv beschäftigt hatte. Das Werk verbindet lateinamerikanische Tanzrhythmen – vor allem die Rumba – mit Gershwins unverwechselbarer Tonsprache, die Jazz, Blues und europäische Kunstmusik zu einem souveränen amerikanischen Idiom verschmilzt. Die Cuban Overture gehört damit in die Reihe jener Werke der amerikanischen Moderne, die selbstbewusst populäre und volkstümliche Stile in den Konzertsaal heben.

Klanglich ist das Werk von mitreißenden Perkussionseffekten geprägt – kubanische Schlaginstrumente wie Maracas, Bongos, Claves und Güiro sind fest in die Orchesterpartitur integriert und verleihen ihr eine für die Zeit ungewöhnliche rhythmische Schärfe. Zwischen diesen pulsierenden Abschnitten entfaltet Gershwin einen harmonisch komplexen Mittelteil, der ihn in die Nähe der französischen Moderne – etwa eines Milhaud oder Poulenc – rückt.

Die Cuban Overture steht in einer Reihe mit dem American in Paris und der Rhapsody in Blue als Zeugnis von Gershwins Fähigkeit, sinfonischen Anspruch und urbane Leichtigkeit zu verbinden – lebhaft, farbenreich und von ungebrochener Frische.

„In dieser Ouvertüre habe ich versucht, die Atmosphäre Kubas einzufangen – die Rhythmen, die Farben und die Energie dieser Musik. Ich verwende mehrere typische kubanische Perkussionsinstrumente – Maracas, Bongos, Güiro und Claves –, die ich eigens für dieses Stück studiert habe, um ihnen ihre richtige Verwendung zu geben.“
— George Gershwin, Programmnotiz zur Uraufführung der „Cuban Overture" (damals „Rumba"), Lewisohn Stadium Concerts, New York, 16. August 1932

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Zum Dirigieren empfohlen
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