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Kat. #BO-6561  ·  Serenissima Music Inc. Distribution: B-NOTE Neuausgabe
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Sinfonie in d (NCPE. Nieweg, Johnson)

B-Note sagt:„Deutsche Sinfonik trifft französische Eleganz: Francks d-Moll-Sinfonie gilt als Gipfelpunkt der französischen Spätromantik – nun in wissenschaftlich gesicherter Textgestalt.“
Opus
CF 130
Tonart
d-Moll
Entstehung
1886-1888
Verlag
Serenissima Music, Edwardsville
Orchesterbesetzung
2.2+1.2+1.2 / 4.2+2.3.1 / tmp, hp, strs i
Holzbläser
Flöten2
Oboen2+1
Klarinetten2+1
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2+2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem tmp · hp Harfe · strs Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
Orchester
Großes Orchester
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César Francks einzige vollendete Sinfonie in d-Moll entstand in den Jahren 1886-1888 und gilt als Höhepunkt seines orchestralen Schaffens. Das Werk zeigt den reifen Komponisten auf dem Gipfel seiner künstlerischen Entwicklung und verbindet deutsche sinfonische Tradition mit französischer Eleganz und Farbigkeit.

Die Sinfonie ist geprägt von Francks charakteristischer zyklischer Kompositionstechnik, bei der thematisches Material durch alle drei Sätze hindurch wiederkehrt und variiert wird. Besonders markant ist das chromatisch absteigende Hauptthema des ersten Satzes, das dem gesamten Werk seinen düster-leidenschaftlichen Grundcharakter verleiht. Der langsame Mittelsatz besticht durch seine kantable Melodik und raffinierte Instrumentierung, während das Finale triumphierend von d-Moll nach D-Dur wendet.

Obwohl das Werk bei der Uraufführung 1889 gemischte Reaktionen hervorrief, etablierte es sich schnell als Meisterwerk der französischen Spätromantik. Die vorliegende kritische Neuausgabe von Nieweg und Johnson bietet eine wissenschaftlich fundierte Textgrundlage, die Francks originale Intentionen bestmöglich wiedergibt und dieses bedeutende Werk der Orchesterliteratur in authentischer Form zugänglich macht.

„Diese Symphonie ist der Beweis dafür, dass Franck ein großer Symphoniker war, obwohl er nur eine einzige geschrieben hat.“
— Vincent d'Indy, César Franck (1906)
„Die Symphonie wurde zunächst von der Pariser Kritik kühl aufgenommen, gilt heute aber als Frankcs Meisterwerk.“
— Laurence Davies, César Franck and His Circle (1970)
Datum
17. Februar 1889
Ort
Paris, Salle du Conservatoire
Dirigent
Jules Garcin
Orchester
Société des Concerts du Conservatoire
Die Uraufführung fand im Rahmen der Konzertreihe der Société des Concerts du Conservatoire statt. Die Reaktion des Publikums und besonders der anwesenden Musikerkollegen war überwiegend kühl bis ablehnend. Berühmt ist die angebliche Äußerung des Komponisten Charles Gounod, der das Werk als 'Inkompetenz, die sich zur Doktrin erhebt' kritisierte – wobei die genaue Formulierung je nach Quelle variiert. Camille Saint-Saëns störte sich insbesondere an der unorthodoxen Verwendung des Englischhorns im zweiten Satz und soll das Werk abfällig kommentiert haben. Franck selbst war von der Aufführung jedoch begeistert. Die Sinfonie ist César Francks einzige vollendete Sinfonie und entstand zwischen 1886 und 1888. Sie gilt heute als eines der bedeutendsten Werke der französischen Sinfonik des 19. Jahrhunderts und war dem belgischen Geiger und Komponisten Henri Duparc gewidmet – tatsächlich ist sie ohne offizielle Widmung erschienen, wird aber eng mit dem Schülerkreis Francks verbunden.

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