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Kat. #BO-6708  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Dvorák, Antonín

Serenade für Streicher

B-Note sagt:„Der homogene Streicherklang trägt den sanglichen Charakter von Dvořáks musikalischer Sprache besonders unmittelbar.“
Opus
op.22
Tonart
e-Moll
Entstehung
1875
Dauer
ca. 30:30 min
Erstverlag
Bote & Bock, Berlin, 1879
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
B&B 12.138
Kalmus A1028
Luck's Music 05195
Orchesterbesetzung
0.0.0.0 / 0.0.0.0 / str i
Holzbläser
Flöten0
Oboen0
Klarinetten0
Fagotte0
Blechbläser
Hörner0
Trompeten0
Posaunen0
Tuba0
Außerdem str Streicher
Orchester
Streichorchester
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Antonín Dvořáks Serenade für Streicher e-Moll op. 22 entstand 1875 und gehört zu den bekanntesten Werken des tschechischen Nationalen Romantik. In ihr verbindet Dvořák eine ausgeprägte melodische Erfindungskraft mit dem warmen, homogenen Klang des Streicherapparats – ein Medium, das den sanglichen Duktus seiner musikalischen Sprache besonders wirkungsvoll zur Geltung bringt.

Das Werk steht in einer langen europäischen Tradition der Streicherserenaden und zeigt Dvořák auf dem Höhepunkt seines frühen Schaffens: Die Musik atmet böhmische Volksmusiktradition, ohne dabei folkloristisch plakativ zu wirken. Lyrische Wärme, rhythmische Vitalität und eine natürliche, fließende Stimmführung prägen den Charakter des Werks und verleihen ihm eine Unmittelbarkeit, die es bis heute im Repertoire der Streichorchester unverzichtbar macht.

Entstanden in jener Periode, in der Dvořák zunehmend internationale Anerkennung erlangte, spiegelt die Serenade den Geist der tschechischen Spätromantik wider – selbstbewusst in ihrer nationalen Färbung, dabei aber stets dem europäischen Kunstideal verpflichtet. Brahms, der Dvořáks Talent früh erkannte und förderte, soll die melodische Natürlichkeit dieser Jahre besonders geschätzt haben.

Datum
10. Dezember 1876
Ort
Prag
Dirigent
Adolf Čech
Orchester
Orchester der Prager Philharmonischen Gesellschaft (Prozatímní divadlo / Interimtheater)
Dvořák komponierte die „Serenade für Streicher E-Dur op. 22" im Mai 1875 innerhalb weniger Tage – nach eigenen Angaben in nur zwölf Tagen. Das Werk entstand in einer außerordentlich produktiven Phase, in der Dvořák auch durch das österreichische Staatsstipendium finanziell etwas entlastet war. Die Uraufführung fand gut anderthalb Jahre nach der Komposition statt und wurde von der Prager Presse freundlich aufgenommen. Die „Serenade" gehört heute zu den meistgespielten Kammerorchesterwerken des 19. Jahrhunderts und war auch für Dvořáks internationale Reputation wegweisend, da Johannes Brahms das Werk kannte und schätzte.

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