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B-Note sagt:„Bruckners Romantische entwirft mit ihren berühmten Hornrufen und weiten Themen eine Klangwelt mittelalterlicher Natur- und Burgbilder.“
Opus
WAB 104
Tonart
Es-Dur
Entstehung
1874
Dauer
ca. 1:05:00 min
Erstverlag
1936, Musikwissenschaftlicher Verlag, Wien
Kombinierbar mit iKombinierbar mitDiese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Kalmus A1193
Orchesterbesetzung
2.2.2.2 / 4.3.3.1 / timp, str i
Holzbläser
Flöten
2
Oboen
2
Klarinetten
2
Fagotte
2
Blechbläser
Hörner
4
Trompeten
3
Posaunen
3
Tuba
1
Außerdemtimp Pauken · str Streicher
Orchester
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Stimmensatz zur anerkannten 1890er-Fassung der Sinfonie (Hrsg. Robert Maria Haas), in der die drei ersten Sätze aus der 1878-er Fassung mit dem Finale von 1880 kombiniert sind.
Anton Bruckners Vierte Sinfonie in Es-Dur, entstanden 1874, zählt zu den meistgespielten Werken des österreichischen Komponisten und gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele der spätromantischen deutschen Sinfonik. Mit ihrem programmatischen Beinamen „Romantische" – den Bruckner selbst vergab – evoziert sie eine Welt mittelalterlicher Burgen, Waldstimmungen und dämmernder Naturbilder, ohne dabei illustrative Programmmusik im engeren Sinne zu sein.
Klanglich ist das Werk geprägt von Bruckners charakteristischen Orchesterblöcken, dem weit gespannten Atem seiner Themen und dem eigentümlichen Wechselspiel zwischen mächtigen Tuttisteigerungen und zarten, fast transparenten Passagen. Die Hornrufe des Beginns sind längst zu einem Erkennungszeichen der romantischen Sinfonik geworden. In der österreichischen Symphonik des späten 19. Jahrhunderts nimmt das Werk eine Schlüsselstellung ein – als Synthese aus Schubertscher Naturdichtung, Wagnerschem Klangideal und Bruckners eigener, tief religiöser Formensprache.
Das Werk erlebte im Laufe der Jahre mehrere Überarbeitungen durch den Komponisten selbst und liegt in verschiedenen Fassungen vor, die sich in Teilen erheblich voneinander unterscheiden – ein Zeugnis von Bruckners lebenslangem, selbstkritischem Ringen um die vollkommene sinfonische Form.
Anton Bruckners Vierte Sinfonie in Es-Dur, entstanden 1874, zählt zu den meistgespielten Werken des österreichischen Komponisten und gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele der spätromantischen deutschen Sinfonik. Mit ihrem programmatischen Beinamen „Romantische" – den Bruckner selbst vergab – evoziert sie eine Welt mittelalterlicher Burgen, Waldstimmungen und dämmernder Naturbilder, ohne dabei illustrative Programmmusik im engeren Sinne zu sein.
Klanglich ist das Werk geprägt von Bruckners charakteristischen Orchesterblöcken, dem weit gespannten Atem seiner Themen und dem eigentümlichen Wechselspiel zwischen mächtigen Tuttisteigerungen und zarten, fast transparenten Passagen. Die Hornrufe des Beginns sind längst zu einem Erkennungszeichen der romantischen Sinfonik geworden. In der österreichischen Symphonik des späten 19. Jahrhunderts nimmt das Werk eine Schlüsselstellung ein – als Synthese aus Schubertscher Naturdichtung, Wagnerschem Klangideal und Bruckners eigener, tief religiöser Formensprache.
Das Werk erlebte im Laufe der Jahre mehrere Überarbeitungen durch den Komponisten selbst und liegt in verschiedenen Fassungen vor, die sich in Teilen erheblich voneinander unterscheiden – ein Zeugnis von Bruckners lebenslangem, selbstkritischem Ringen um die vollkommene sinfonische Form.
„„Mittelalterliche Stadt – Morgengrauen – von den Stadttürmen ertönen Morgenwächter-Rufe – die Tore öffnen sich – auf stolzem Rosse sprengt ein Ritter heraus ins Freie – Wälder, Waldgesang, Vogelgesang – und so entfaltet sich das romantische Bild immer weiter."“
— Bruckner, Anton: schriftliche Programmerläuterung zur „Romantischen" Sinfonie Es-Dur, überliefert bei August Göllerich / Max Auer: Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild, Bd. IV, Regensburg 1936
„„Das Scherzo stellt eine Jagdszene dar: Jagdrufe erschallen im Walde, ein kleines Abenteuer begegnet dem Jäger – das Trio ist die Tanzweise, die während der Rast der Musikanten gespielt wird."“
— Bruckner, Anton: mündliche Erläuterung, überliefert durch Friedrich Klose: Meine Lehrjahre bei Bruckner. Erinnerungen und Betrachtungen, Regensburg 1927
Datum
20. Februar 1881
Ort
Wien, Großer Musikvereinssaal
Dirigent
Hans Richter
Orchester
Wiener Philharmoniker
Aufgeführt wurde nicht die ursprüngliche Fassung von 1874, sondern die tiefgreifend überarbeitete zweite Fassung von 1878/80. Bruckner widmete diese Fassung dem Kronprinzen Rudolf von Österreich. Die Uraufführung war ein großer Publikumserfolg – Bruckner wurde nach jedem Satz mit Beifall bedacht und mehrfach auf die Bühne gerufen, was damals bei Sinfoniekonzerten äußerst ungewöhnlich war. Der Dirigent Hans Richter war ein langjähriger Förderer Bruckners und setzte sich entschieden für dessen Werke ein. Die ursprüngliche Fassung von 1874 erklang zu Bruckners Lebzeiten nie öffentlich.
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