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Kat. #BO-6661  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Berlioz, Hector

Les nuits d’été – Sechs Lieder für Singstimme und Orchester

B-Note sagt:„Der Zyklus zeigt Berlioz fernab der großen Geste: lyrische Zurückhaltung, feine Holzbläserfarben und eine harmonische Kühnheit jenseits seiner Zeit.“
Opus
op.7 / H 81
Entstehung
1840–1841
Dauer
ca. 31:00 min
Erstverlag
1905, Breitkopf & Härtel, Leipzig
Orchesterbesetzung
2.1.2.2 / 3.0.0.0 / hp, str, voice i
Holzbläser
Flöten2
Oboen1
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner3
Trompeten0
Posaunen0
Tuba0
Außerdem hp Harfe · str Streicher · voice Singstimme
Orchester
Großes Orchester
Textsprache
Deutsch, Englisch, Französisch
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Berlioz’ eigene Orchesterfassung des Klavierlied-Zyklus nach Texten von Theophile Gautier. Deutscher Text von Peter Cornelius.

Villanelle
Le spectre de la rose
Sur les lagunes (Lamento)
Absence
Au cimitière (Clair de lune)
L’ile inconnue (Barcarolle)

Hector Berlioz schuf mit „Les nuits d'été“ einen der bedeutendsten französischen Liedzyklen des 19. Jahrhunderts. Die sechs Vertonungen von Gedichten Théophile Gautiers entstanden zunächst als Klavierlieder und wurden von Berlioz selbst für Orchester gesetzt – ein Vorgang, der als früher Meilenstein der orchestralen Liedkunst gilt. In dieser Gestalt entfalten die Stücke eine subtile, fast kammermusikalische Orchestersprache, die mit zarter Instrumentation, feinen Holzbläserfarben und einem diskreten Harfenglanz eine traumverlorene, romantisch-elegische Atmosphäre erzeugt.

Die Klangsprache verortet das Werk klar in der französischen Hochromantik: Berlioz verbindet lyrische Melodiebögen mit einer harmonischen Kühnheit, die weit über das Konventionelle seiner Zeit hinausweist. Die Orchesterbegleitung dient nicht bloßer Stütze, sondern erschafft eigenständige Klangräume – von tänzerischer Leichtigkeit in der Villanelle bis zu dunkler Trauerballade im Lamento. Damit nimmt der Zyklus Züge vorweg, die erst im späten 19. Jahrhundert, etwa im deutschen Orchesterlied, zur vollen Entfaltung kommen sollten.

Der Zyklus gilt als eines der intimsten und persönlichsten Werke von Berlioz, dem Meister der großen Geste, und zeigt seine selten beleuchtete Fähigkeit zur lyrischen Zurückhaltung und Klangpoesie.

Datum
3. November 1856
Ort
Paris
Dirigent
Hector Berlioz
„Les nuits d'été" op. 7 entstand ursprünglich 1840–41 als Liederzyklus für Singstimme und Klavier auf Gedichte von Théophile Gautier aus dem Band „La Comédie de la Mort" (1838). Die Orchestrierung erfolgte schrittweise: Berlioz instrumentierte zunächst 1843 eine einzelne Nummer, die restlichen Lieder erst 1856. Die vollständige Orchesterfassung der sechs Lieder erklang erstmals am 3. November 1856 in Paris unter der Leitung von Berlioz selbst, wobei verschiedene Gesangssolisten eingesetzt wurden – Berlioz sah den Zyklus also von Beginn an nicht als Einheit für eine einzige Stimmlage, sondern als Sammlung für unterschiedliche Stimmen. Das Werk gilt heute als einer der frühesten bedeutenden Orchesterliederzyklen der Musikgeschichte.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
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€ 36,80
BO-6661.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
€ 95,00
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