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Kat. #BO-6664  ·  B-NOTE
Beethoven, Ludwig van

Egmont-Ouvertüre

aus der Musik zu Goethes Trauerspiel
B-Note sagt:„Schwere Schicksalsakkorde und drängende Passagen münden in einen triumphalen Schluss – Beethovens Klangsprache seiner mittleren Schaffensperiode in konzentrierter Form.“
Opus
op.84
Entstehung
1809–1810
Dauer
ca. 9:00 min
Erstverlag
Breitkopf & Härtel, Leipzig
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
Breitkopf PB-170
Kalmus A1262
Luck's Music 05095
Orchesterbesetzung
2d1.2.2.2 / 4.2.0.0 / timp, str i
Holzbläser
Flöten2d1
Oboen2
Klarinetten2
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen0
Tuba0
Außerdem timp Pauken · str Streicher
d = Wechsel, z. B. 2d1: einer der zwei Spieler übernimmt auch das Nebeninstrument
Orchester
Großes Orchester
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Beethovens Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ entstand um 1809/10 und gehört zu den bedeutendsten Orchesterstücken der deutschen Klassik. Sie ist Teil einer umfangreicheren Bühnenmusik, die Beethoven im Auftrag des Wiener Hofburgtheaters komponierte – ein Projekt, das dem Komponisten offenbar am Herzen lag, da er Goethes Freiheitshelden Egmont als tragische Verkörperung des Widerstands gegen Unterdrückung verstand.

Die Ouvertüre besticht durch ihre dramatische Wucht und ihren leidenschaftlichen Gestus. Schwere, wie Schicksalsschläge wirkende Akkorde stehen neben drängenden, vorwärtstreibenden Passagen – eine Klangsprache, die Beethoven auch in seinen mittleren Sinfonien prägt. Das Werk bewegt sich zwischen düsterer Ernsthaftigkeit und heroischem Aufbegehren und mündet in einen triumphalen Schluss, der als musikalische Apotheose des Freiheitsgedankens gilt.

In der Besetzung – mit Streichern, Holz- und Blechbläsern sowie Pauken – bleibt Beethoven dem klassischen Orchester seiner Zeit treu, schöpft dessen Möglichkeiten jedoch mit souveräner Meisterschaft aus. Die Egmont-Ouvertüre gilt als eines seiner ausdrucksstärksten sinfonischen Kurzwerke und soll schon früh Goethe selbst tief beeindruckt haben.

„Ich habe Goethes „Egmont" mit besonderer Liebe und Wärme behandelt – aus Bewunderung für dieses große Dichterwerk, das ich in Tönen auszudrücken versuchte.“
— Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1811; zitiert in: Alexander Wheelock Thayer, „Ludwig van Beethovens Leben", Bd. 3 (dt. Ausgabe bearb. von Hermann Deiters, Berlin 1879)
Datum
15. Juni 1810
Ort
Wien, Burgtheater
Dirigent
Ignaz von Seyfried
Orchester
Orchester des Burgtheaters Wien
Die Egmont-Ouvertüre op. 84 entstand als Teil von Beethovens Bühnenmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel „Egmont". Das gesamte Bühnenmusikwerk, zu dem neben der Ouvertüre noch neun weitere Nummern (Lieder, Melodramen und Zwischenaktmusiken) gehören, wurde am 15. Juni 1810 im Wiener Burgtheater anlässlich einer Aufführung von Goethes Stück uraufgeführt. Goethe selbst zeigte sich tief beeindruckt von Beethovens musikalischer Interpretation seines Werkes und äußerte, Beethoven habe den Geist des Dramas vollkommen erfasst. Die Ouvertüre in f-Moll gilt als eines der bedeutendsten sinfonischen Programmstücke der Wiener Klassik und endet trotz der tragischen Thematik – dem Tod des niederländischen Freiheitskämpfers Grafen Egmont – in einem triumphalen F-Dur-Schluss, der als musikalisches Symbol des Sieges der Freiheit über die Tyrannei interpretiert wird.

Ebenfalls uraufgeführt vom Orchester des Burgtheaters Wien

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
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BO-6664.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
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