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Kat. #BO-6715  ·  B-NOTE
Ausgaben & Preise
Beach, Amy Marcy

Sinfonie „Die Gälische“

B-Note sagt:„Uraufgeführt vom Boston Symphony Orchestra, steht das Werk für die Suche amerikanischer Komponisten nach einer eigenständigen musikalischen Identität um 1900.“
Opus
op.32
Tonart
e-Moll
Entstehung
1896
Dauer
ca. 44:00 min
Erstverlag
Arthur P. Schmidt, Boston, 1897
Kombinierbar mit i Kombinierbar mit Diese Reprint-Ausgabe beruht auf derselben editorischen Quelle wie die hier genannten Ausgaben. Daher lassen sich die Materialien miteinander kombinieren.
A.P. Schmidt 436
Kalmus A7981
Luck's Music 05400
Orchesterbesetzung
2+1.2+1.2+1.2 / 4.2.3.1 / timp, str i
Holzbläser
Flöten2+1
Oboen2+1
Klarinetten2+1
Fagotte2
Blechbläser
Hörner4
Trompeten2
Posaunen3
Tuba1
Außerdem timp Pauken · str Streicher
+1 = zusätzlicher Spieler auf einem Nebeninstrument (z. B. Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott)
Orchester
Großes Orchester
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Amy Marcy Beach vollendete ihre „Gaelic" Symphony in e-Moll op. 32 im Jahr 1896 und schuf damit eines der bedeutendsten sinfonischen Werke der amerikanischen Spätromantik. Beach war die erste amerikanische Komponistin, die eine vollständige Sinfonie veröffentlichte, und das Werk gilt bis heute als Meilenstein in der Geschichte der US-amerikanischen Kunstmusik.

Die Klangsprache der Sinfonie wurzelt tief in der deutschen Romantik – Brahms und Wagner sind als Einflüsse deutlich spürbar –, verbindet diese aber mit melodischem Material, das auf irisch-gälischer Volksmusik basiert. So entsteht ein charakteristischer Tonfall: warm und farbenreich in der Harmonik, mit weiten melodischen Bögen und einer orchestralen Textur von großer Dichte und Leuchtkraft. Die Besetzung mit erweitertem Holz- und Blechbläserapparat sowie Streichern ermöglicht ein breites dynamisches Spektrum und klangliche Tiefe.

Das Werk entstand in einer Zeit, in der amerikanische Komponistinnen und Komponisten aktiv nach einer eigenständigen musikalischen Identität suchten – häufig durch die Verbindung europäischer Formprinzipien mit folkloristischen Elementen. Beach gelingt diese Synthese mit bemerkenswerter kompositorischer Souveränität, und die „Gaelic" Symphony soll bei ihrer Uraufführung durch das Boston Symphony Orchestra großen Eindruck hinterlassen haben.

„Ich wollte in dieser Sinfonie die keltische Seele sprechen lassen – die Stimmungen und Empfindungen, die ich in den irischen Volksmelodien spürte, auch wenn ich selbst keine irische Abstammung besitze.“
— Amy Beach, zitiert in Adrienne Fried Block: „Amy Beach, Passionate Victorian. The Life and Work of an American Composer 1867–1944", Oxford University Press, 1998, S. 76.
Datum
1896-10-30
Ort
Boston, Symphony Hall (heutiger Bau noch nicht erbaut – tatsächlich: Music Hall / heute: Old South Church-Areal; gespielt im damaligen Boston Music Hall)
Dirigent
Emil Pauer
Orchester
Boston Symphony Orchestra
Amy Beach war die erste amerikanische Komponistin, deren Sinfonie von einem bedeutenden professionellen Orchester uraufgeführt wurde. Die „Gaelic" Symphony in e-Moll op. 32 ist die erste Sinfonie einer amerikanischen Frau, die jemals veröffentlicht wurde. Beach verarbeitete darin irische Volksmelodien, die sie aus einer Sammlung von Patrick Weston Joyce bezogen hatte, und schrieb das Werk ohne je selbst Irland besucht zu haben. Die Uraufführung durch das Boston Symphony Orchestra unter Emil Paur war ein großer Publikumserfolg, und Beach war als Komponistin bis dahin vor allem als Liedkomponistin bekannt – die Sinfonie etablierte ihren Ruf als ernsthafte Komponistin großer Formen. Das Werk blieb jedoch nach ihrem Tod lange unbeachtet und wurde erst im Zuge der feministischen Musikwissenschaft ab den 1970er und 1980er Jahren wiederentdeckt und neu bewertet.

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Artikel-Nr. Bezeichnung Preis (inkl. 7% MwSt.)
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€ 62,00
BO-6715.10Stimmensatz / Set of parts inkl. Str. 5.4.3.2.2
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