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Kurzbiografie Dame Ethel Mary Smyth wurde 1858 in Sidcup, Kent, geboren und war eine der bedeutendsten britischen Komponistinnen ihrer Zeit. Sie studierte von 1877 bis 1882 am Leipziger Konservatorium, wo sie eine solide musikalische Ausbildung erhielt. Neben ihrer Komponistentätigkeit war sie eine prominente Frauenrechtlerin und Suffragette, die zeitweise inhaftiert wurde. Sie erhielt 1922 den Titel Dame Commander of the British Empire und starb 1944 in Woking, Surrey.
Musikhistorische Einordnung Smyth komponierte in der spätromantischen Tradition und orientierte sich stilistisch an der deutschen Romantik, insbesondere an Brahms und Wagner. Sie war eine Pionierin als professionelle Komponistin in einer von Männern dominierten Musikwelt und trug wesentlich zur Etablierung von Frauen im Kompositionsbereich bei. Ihre Werke zeichnen sich durch handwerkliche Solidität und eine charakteristische Verbindung von deutscher Romantik mit englischen Elementen aus.
Persönliche Bezüge Sie studierte bei Heinrich von Herzogenberg in Leipzig, der ihre kompositorische Entwicklung maßgeblich prägte. Johannes Brahms lernte sie während ihrer Leipziger Zeit kennen und schätzte ihre Kompositionen. Sie pflegte eine enge Freundschaft mit dem Dirigenten Thomas Beecham, der sich für die Aufführung ihrer Werke einsetzte.
Wichtige Werke
Fantasie – Violinsonate g-moll (1887)
Mass in D – Messe (1891)
The Wreckers – Oper (1902-1904)
The Boatswain's Mate – Oper (1913-1914)
String Quartet in E minor – Streichquartett (1902)
Concerto for Violin and Horn – Konzert (1926)
March of the Women – Lied/Hymne (1910)