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Kurzbiografie Louise Farrenc wurde am 31. Mai 1804 in Paris als Jeanne-Louise Dumont geboren und starb ebenda am 15. September 1875. Sie entstammte einer Künstlerfamilie und erhielt früh eine umfassende musikalische Ausbildung, zunächst als Pianistin. Sie studierte Komposition bei Anton Reicha am Pariser Conservatoire, wo sie ab 1842 selbst als Professorin für Klavier tätig war – ein Amt, das sie bis 1873 innehatte und damit zu den wenigen Frauen ihrer Zeit zählt, die eine dauerhafte Professur an einer bedeutenden europäischen Musikinstitution bekleideten. Ihr Ehemann Aristide Farrenc war Flötist, Musikverleger und Mitherausgeber des enzyklopädischen Werkes „Le Trésor des pianistes", an dem Louise maßgeblich mitwirkte.
Musikhistorische Einordnung Louise Farrenc ist der Epoche der Romantik zuzuordnen, wobei ihr Kompositionsstil deutlich klassische Züge aufweist und von einer kontrapunktisch-formalen Strenge geprägt ist, die an Vorbilder wie Beethoven und Schubert erinnert. Innerhalb der französischen Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nimmt sie eine Sonderstellung ein, da sie – im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen – großformatige Instrumentalmusik wie Sinfonien und Kammermusik pflegte, während in Frankreich die Oper dominierte. Ihr Beitrag zur Rehabilitierung der absoluten Instrumentalmusik in Frankreich wird von der Musikgeschichtsschreibung als bedeutsam gewertet.
Persönliche Bezüge Anton Reicha war ihr Kompositionslehrer am Pariser Conservatoire. Aristide Farrenc, ihr Ehemann, war Flötist und Verleger; gemeinsam gaben sie das umfangreiche historische Anthology-Werk „Le Trésor des pianistes" heraus. Ignaz Moscheles und Johann Nepomuk Hummel werden in der Literatur als pianistische Einflüsse und zeitweilige Lehrer ihrer frühen Ausbildungsphase genannt (genaue Unterrichtsverhältnisse: nicht vollständig gesichert).
Wichtige Werke
Symphonie Nr. 1 e-Moll – Sinfonie (op. 32, 1841)
Symphonie Nr. 2 D-Dur – Sinfonie (op. 35, 1845)
Symphonie Nr. 3 g-Moll – Sinfonie (op. 36, 1847)
Nonett Es-Dur – Kammermusik für Bläser und Streicher (op. 38, 1849)
Klavierquintett a-Moll – Kammermusik (op. 30, 1839)
Klavierquintett e-Moll – Kammermusik (op. 31, 1840)
Klaviertrio e-Moll – Kammermusik (op. 33, 1844)
Sonate für Violine und Klavier C-Dur – Kammermusik (op. 37, 1848)
30 Etudes für Klavier – Klavierwerk (op. 26, vor 1840)
Variations pour piano – Klavierwerk (mehrere Serien, op. 25 u. a.)