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Kurzbiografie Jerónimo Giménez (vollständiger Name: Jerónimo Giménez Bellido) wurde am 10. Oktober 1854 in Sevilla geboren und starb am 19. Februar 1923 in Madrid. Er erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Madrid sowie am Pariser Conservatoire, wo er als herausragender Student gilt. Nach seiner Rückkehr nach Spanien etablierte er sich als einer der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten der Zarzuela im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er war zudem als Dirigent tätig und leitete verschiedene Theaterorchester in Madrid.
Musikhistorische Einordnung Giménez gehört zur Epoche der spanischen Romantik und ist vor allem dem Genre der Zarzuela – dem spanischen Singspiel – zuzuordnen. Sein Stil ist geprägt von eingängiger Melodik, rhythmischer Vitalität und einer deutlich spürbaren Verwurzelung in andalusischen Volksmusiktraditionen. Er zählt neben Ruperto Chapí und Tomás Bretón zu den zentralen Figuren der sogenannten „Género chico"-Bewegung, die die Zarzuela als populäres Unterhaltungstheater in Spanien etablierte und kultivierten.
Persönliche Bezüge Eine gesicherte künstlerische Zusammenarbeit bestand mit dem Komponisten Manuel Fernández Caballero, mit dem Giménez mehrere Zarzuelas gemeinsam komponierte. Mit dem Librettisten Carlos Arniches arbeitete er bei mehreren erfolgreichen Werken zusammen, wobei Arniches zwar kein Musiker, aber eine der zentralen Figuren des spanischen Musiktheaters seiner Zeit war. Eine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ruperto Chapí ist im Rahmen des gemeinsamen Wirkens im Madrider Theaterleben dokumentiert, ohne dass darüber hinausgehende Einzelheiten gesichert sind.
Wichtige Werke
La boda de Luis Alonso – Zarzuela (1897)
El baile de Luis Alonso – Zarzuela (1896)
La tempranica – Zarzuela (1900)
El húsar de la guardia – Zarzuela (1904, gemeinsam mit Amadeo Vives)
Las bodas de oro – Zarzuela (1893, gemeinsam mit Manuel Fernández Caballero)
El mundo comedia es – Zarzuela (1898)