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Kurzbiografie Manuel de Falla y Matheu wurde 1876 in Cádiz geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seiner Mutter. Er studierte am Madrider Konservatorium bei José Tragó (Klavier) und Felipe Pedrell (Komposition), der ihn mit der spanischen Volksmusik vertraut machte. Von 1907 bis 1914 lebte er in Paris, wo er wichtige Kontakte zu französischen Komponisten knüpfte. Nach seiner Rückkehr nach Spanien wurde er zu einem der bedeutendsten Vertreter der spanischen Nationalmusik. 1939 emigrierte er nach Argentinien, wo er 1946 in Alta Gracia starb.
Musikhistorische Einordnung Falla gilt als der wichtigste spanische Komponist des 20. Jahrhunderts und Hauptvertreter des musikalischen Nationalismus in Spanien. Seine Musik verbindet andalusische Folklore mit modernen kompositorischen Techniken, die er während seines Parisaufenthalts kennenlernte. Er entwickelte einen eigenständigen Stil, der spanische Volksmusikidiome mit impressionistischen und neoklassizistischen Elementen verschmolz. Sein Werk trug wesentlich zur internationalen Anerkennung der spanischen Kunstmusik bei.
Persönliche Bezüge Felipe Pedrell war sein Kompositionslehrer am Madrider Konservatorium und führte ihn an die spanische Volksmusik heran. In Paris pflegte er freundschaftliche Beziehungen zu Claude Debussy, der seine musikalische Entwicklung beeinflusste. Maurice Ravel wurde zu einem engen Freund und künstlerischen Gesprächspartner während der Pariser Jahre. Igor Strawinsky stand in brieflichem Kontakt mit ihm und schätzte seine Musik. Pablo Casals war ein wichtiger Interpret seiner Werke und förderte deren internationale Verbreitung.
Wichtige Werke
La vida breve – Oper (1905)
Cuatro piezas españolas – Klavierwerk (1909)
Siete canciones populares españolas – Liederzyklus (1914)
Noches en los jardines de España – Konzert für Klavier und Orchester (1916)
El amor brujo – Ballett (1915)
El sombrero de tres picos – Ballett (1919)
Fantasía bética – Klavierwerk (1919)
Concerto – Cembalokonzert (1926)
Psyché – Lied für Stimme und Instrumente (1924)
Atlántida – Szenische Kantate (unvollendet)