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Kurzbiografie Charles Tournemire wurde 1870 in Bordeaux geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am Pariser Conservatoire, wo er unter anderem bei César Franck Orgel und Komposition studierte. Nach seinem Studium wurde er 1898 Organist an der Kirche Sainte-Clotilde in Paris, wo er bis zu seinem Tod 1939 wirkte. Er war sowohl als Konzertorganist als auch als Komponist tätig und unterrichtete zeitweise am Conservatoire. Tournemire starb 1939 in Arcachon.
Musikhistorische Einordnung Tournemire gehört zur französischen Orgelschule des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und steht in der Tradition von César Franck, betritt in seinen Werken aber häufig die Klangsprache des mystischen Modernismus. Seine Kompositionen sind geprägt von spätromantischen Harmonien und impressionistischen Einflüssen. Er trug wesentlich zur Entwicklung der französischen Orgelmusik bei, insbesondere durch seine Verbindung von liturgischer Funktion und künstlerischem Anspruch.
Persönliche Bezüge César Franck war sein wichtigster Lehrer am Pariser Conservatoire für Orgel und Komposition. Zu seinen Schülern zählte der Organist und Komponist Maurice Duruflé. Er stand in kollegialem Austausch mit anderen französischen Organisten seiner Zeit wie Louis Vierne.